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Weinkeller der BASF
BASF-Logo bw.svg
Rechtsform Abteilung der BASF SE
ISIN DE000BASF111
Gründung 1901
Sitz Ludwigshafen am Rhein
Leitung Bernhard Wolff (seit 2014)
Mitarbeiter 23
Umsatz  ? Mio. EUR (2013)
Bilanzsumme  ? Mio. EUR (2013)Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Weineinzel- und -versandhandel
Produkte Wein und SpirituosenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website Weinkeller der BASF

Der Weinkeller der BASF in Ludwigshafen am Rhein ist das neuntgrößte Weinhandelsunternehmen in Deutschland (Stand: 2013). Das Handelsvolumen lag 2013 bei 900.000 Weinflaschen mit 100 verschiedenen deutschen Weinen aus allen dreizehn Weinbauregionen sowie 700 verschiedenen Weinen aus der ganzen Welt.[1]

Geschichte

Die „Kellerei der Badischen Anilin und Sodafabrik“ wurde 1901 mit dem Direkteinkauf von Wein und Spirituosen für das neu erbaute Gesellschaftshaus der BASF gegründet, um die Gäste und Geschäftspartner mit Weinen aus der Region Pfalz versorgen zu können. Zum anderen sollten die Mitarbeiter ebenfalls die Möglichkeit haben, nach Feierabend ein Gläschen zu genießen (ab 1913 im Feierabendhaus der BASF). Bereits 1903 zählten 21 Pfälzer-, 10 Mosel- und sieben Rhein-Weine sowie verschiedene Burgund- und Bordeaux-Weine zum Sortiment. In der Preisliste von 1908 zählen zu den teuersten gelisteten Weinen edelsüße deutsche Gewächse. „Dank“ der Hyperinflation 1923 kostet die teuerste jemals verkaufte Flasche 490 Milliarden Reichsmark. Durch die Fusion der BASF 1925 mit anderen Chemieunternehmen zur I.G. Farben benannte sich die Kellerei 1926 entsprechen in „I.G. Kellerei Ludwigshafen“ um. Der Jahresabsatz lag 1938 bei 510.000 Flaschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Umfirmierung in „Kellerei der BASF“. Einen Jahresabsatz von 100.000 Flaschen wurde 1949 erreicht.[2]

Mit dem Bau des heutigen Weinfachgeschäft und der Lagerkeller mit 4000 Quadratmetern wurde 1960 begonnen. In der Weinliste von 1961 konnte man einen französischen 1953er Château Mouton-Rothschild aus dem knapp 1000 Kilometer entfernten Pauillac bei Bordeaux für „günstige“ 18 DM (was heute immerhin 42,56 Euro wären) käuflich erwerben, währenddessen ein fast benachbarter 1953er Freundstück Trockenbeerenauslese vom Weingut Reichsrat von Buhl aus dem knapp 23 Kilometer entfernten Deidesheim 40 DM kostete (94,58 Euro). Die BASF feierte 1965 ihr einhundertjähriges Jubiläum was dem Weinkeller mit 1,5 Millionen Flaschen den bisher höchsten Absatz bescherte. Seit 1979 finden regelmäßig Kellereifeste statt. Die bisher letzte Umbenennung fand 2012 in „Weinkeller“ bzw. „Weinkeller der BASF“ statt.[3]

Sortiment

Zum Produktsortiment gehören alle 13 deutschen Weinbaugebiete wobei die Pfalz einen traditionell einen Schwerpunkt bildet. Weitere europäische Weine kommen aus Frankreich, Österreich, Italien, Spanien, Portugal.

Daneben gibt es aus Übersee Weine aus Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und Kalifornien.

Mehr oder weniger Exotische Weinbaugebiete werden unter der Rubrik „Ausgesuchte Herkunftsländer“ geführt, dazu zählen: China, Georgien, Griechenland, Israel, Kanada, Kroatien, Libanon, Mazedonien, Mexiko, Moldawien, Niederlande[4], Rumänien, Schweiz, Türkei und Ungarn.

Vertrieb

Die Weine werden entweder über die beiden Filialen in Ludwigshafen, dem Weinfachgeschäft in der Anilinstraße und der Weingalerie in der Rhein-Galerie verkauft oder von den Mitarbeitern im Versand verpackt und in die ganze Welt verschickt. An ausländische Töchter des Unternehmens, Geschäftspartner und Privatkunden in den USA, Südafrika, Russland, Japan oder Australien. Statistisch gesehen war die BASF damit 2013 der neuntgrößte Weinhändler Deutschlands.[1][5]

Personal

Zu den 23 Beschäftigten zählen Winzermeister, ehemalige Weinköniginnen, wie beispielsweise Katja Schweder die nach Ihrer Amtszeit als Deutsche Weinkönigin 2006/07 in erster Linie Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Gästen betreut,[6] Weinbau-Ingenieure sowie sieben Versandmitarbeiter. Pro Jahr verkosten die Mitarbeiter mehrere tausend Sorten in Weinproben.

Auszeichnungen

  • 2002: Meininger Verlag: „Weinfachhändler des Jahres“ mit „Sonderpreis für herausragendes Deutsches Weinsortiment“
  • 2007: Wein-Gourmet Das internationale Wein-Magazin: Landessieger Rheinland-Pfalz; „Dieser Weinladen gehört zu den besten in Deutschland“
  • 2009: Meininger Verlag: „Weinfachhändler des Jahres“ in der Kategorie „Facheinzelhandel“
  • 2012: Der Feinschmecker: „zu den besten Weinadressen Deutschlands“

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Konzern führt 800 Weine / BASF ist absatzstärkster Weinhändler Deutschlands auf focus.de vom 27. Mai 2014
  2. Weinliste 2013/14; S. 6
  3. Weinliste 2013/14; S. 7
  4. solange es noch keinen deutschsprachigen Artikel dazu gibt mal eine Verlinkung nach nl:Wijnbouw in Nederland, fr:Viticulture aux Pays-Bas und en:Dutch wine
  5. BASF: Chemiekonzern und absatzstarker Weinhändler von Sandra Kathe (dpa/lrs) auf morgenweb.de vom 27. Mai 2014
  6. Katja Schweder verstärkt das Team der BASF-Kellerei Pressemitteilung vom 27. August 2007
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