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Der Verband Katholischer Studentenvereine (VKSt) war ein Dachverband katholischer, nicht-farbentragender Studentenvereine. Er wurde auch kleiner KV genannt.

Geschichte

Der VKSt entstand Juli 1898 durch Abschließen eines Cartellverhältnisses zwischen Ripuaria Bonn und Gothia Würzburg, das sich auf den Prinzipien religio (Katholizismus), scientia (Wissenschaft) und amicitia (Freundschaft), sowie der Verwerfung des Zweikampfes gründete. Später schlossen sich zwei andere Vereine dem Verband an.

1902 und 1903 kam der Gedanke auf, sich dem Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) anzuschließen, doch wurde der Vorschlag abgelehnt.

Die Mitgliedsverbindungen des VKSt beschlossen, Couleur zu tragen und wurden Studentenverbindungen. 1905 schlossen die Mitgliedsverbindungen sich dem seit 1856 bestehenden Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) an. Da der Cartellverband erst 1899 von seinem Grundsatz - das Singularitätsprinzip, dass an jeder Hochschule nur eine Verbindung des Cartellverbands bestehen könne - abgewichen war, mussten ähnlich ausgerichtete Verbindungen bis zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Cartellverbandes stehen.

Der VKSt bestand aus:

  • Ripuaria Bonn (1863), 1898 im VKSt, 1905 im CV
  • Gothia Würzburg (1895), 1898 im VKSt, 1905 im CV
  • Burgundia München (1899), 1899 im VKSt, 1907 im CV
  • Arminia Münster (1901), 1901 im VKSt, 1905 im CV (2002 fusioniert mit A.V. Cheruscia zu Münster)

Heute besteht der VKSt als Interessengemeinschaft innerhalb des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen.

Literatur

  • Stitz, Peter: Der akademische Kulturkampf um die Daseinsberechtigung der katholischen Studentenkorporationen in Deutschland und in Österreich von 1903 bis 1908, Gesellschaft für CV Geschichte, München, 1960
  • Stitz, Peter: Der CV 1919 - 1938: der hochschulpolitische Weg des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) vom Ende des 1. Weltkrieges bis zur Vernichtung durch den Nationalsozialismus, Gesellschaft für CV-Geschichte, München, 1970
  • Schieweck-Mauk S.: Lexikon der CV- und ÖCV-Verbindungen, Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, Würzburg, 1997, ISBN 3894980400
  • Gesellschaft für Studentengeschichte und Studentisches Brauchtum e.V. (Hrsg): CV-Handbuch. 2. Auflage, Regensburg 2000, ISBN 3922485111
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