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Der aus dem Englischen übernommene Begriff Urban Smart Mover (abgekürzt USM, zu dt. etwa clevere treibende Kraft für den städtischen Raum) bezeichnet eine Gruppe von Fortbewegungsmitteln für Kurzstreckenanwendungen. Diese speziellen Fahrzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr kompakt und mechanisch einfach aufgebaut sind. Die USM sollen eine nachhaltige Lösung für die entstehenden Megacitys darstellen. Vorrangiges Ziel ist eine emissionsfreie Individualmobilität mit einer guten Kompatibilität für öffentliche Verkehrsmittel. Die USM sind meist weit kleiner als ein Fahrrad, besitzen aufgrund ihrer kompakten Abmessungen einen guten Wirkungsgrad und sind auch bei wenig Raumangebot gut händelbar.[1] Durch die Summe der Eigenschaften werden die Urban Smart Mover oft auch als Lösung für das Problem der letzten Meile gesehen.[2]

Abgrenzung zu herkömmlichen Mobilitätskonzepten

Zu der Gruppe der Urban Smart Mover gehören Fahrzeuge die mit geringstmöglichen Bauraum eine Mobilität unter Zuhilfenahme von Hilfsenergie ermöglichen. USM sind gegenüber klassischen Fahrrädern um ein vielfaches transportabler und besitzen geringere Gesamtabmessungen. Dies wird durch das minimalistische Antriebskonzept oder umfangreiche Klappmöglichkeiten erreicht.[3] Urban Smart Mover fügen sich meist eng an die Anatomie des menschlichen Körpers und nutzen natürliche Elemente und Bewegungsabläufe wie den Gleichgewichtsinn zur Steuerung.

Marktentwicklung

Seit einigen Jahren wächst das allseitige Interesse an neuen Mobilitätskonzepten für die weltweit wachsenden Metropolregionen. Besonders die Hersteller konventioneller Fahrzeuge forschen seit langem an Schnittstellenkompatiblen Fahrzeugkonzepten um gewappnet zu sein für eine Zukunft autofreier Innenstädte. Während die Volkswagen AG an klappbaren Elektrorollern entwickelt und Renault mit dem Twizy einen Zwitter zwischen Auto und Roller präsentiert hat[4], gehen andere Firmen den Markt von unten an. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl ein-, zwei- und dreirädriger Vehikel die das Thema Mobilität auf den Kern reduzieren. Mit sinkenden Kosten für die Akkutechnik stellen diese Kleinstfahrzeuge eine zunehmend attraktive Alternative zu Autos, Rollern oder Fahrrädern dar.

Einzelnachweise

  1. technische Universität Kaiserslautern: Elektromobilität und neue Mobilitätsdienstleistungen
  2. verkehrsjournal.at: Analyse und Bewertung von Last-Mile-Links[Text:Harald Frey, Josef-Michael Schopf, Bernhard Rüger]
  3. autogazette.de: Neue Generation von Fahrzeugen Mobilität für die letzte Meile (dpa)
  4. heise.de: Der Deutschen liebstes Hobby im Wandel
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