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Urban Nomads (Deutsch: Stadtnomaden) sind auf Projektbasis arbeitende Personen, die sich auf der Suche nach neuen und lukrativeren Projekten immer wieder in neuen Orten kurzzeitig niederlassen. Urban Nomads befinden sich häufig in größeren „global cities“ (Saskia Sassen) innerhalb und außerhalb Deutschlands. Der ideale Urban Nomad ist 24/7 online und bestimmt weitgehend selbstständig über seine Frei- und Arbeitszeit. Dieser Lifestyle entstand Ende der achtziger Jahre in den Vereinigten Staaten und verbreitet sich zunehmend durch die voranschreitende Deregulierung bestehender Arbeitsverhältnisse.

Begriff

Der Begriff des „Urban Nomad“ wird zum ersten Mal in den sechziger und siebziger Jahren durch den kanadischen Kommunikationswissenschaftler Marshall McLuhan verwendet. Er bezeichnete damit eine Person, die mit relativ großer Geschwindigkeit durch die Welt reist, im Idealfall ohne feste Bleibe. In den achtziger Jahren verwendete der französische Ökonom Jacques Attali den Begriff als Prognose für eine Periode, in der eine reiche entwurzelte Elite auf der Suche nach permanenter Gewinnmaximierung global operiert und weltweit mobil ist. Gleichzeitig entstehen große Migrationsströme von Arbeitern, die ebenfalls entwurzelt, auf der Suche nach geregeltem Einkommen sind. In den neunziger Jahren wird in der Veröffentlichung „Digital Nomad“ von Tsugio Makimoto und David Manners erstmals die Abhängigkeit des Urban Nomad Lifestyle von den neuen digitalen Kommunikationsmitteln untersucht.

Urban Nomads Lifestyle

Klassische Nomadenvölker definieren ihr Leben weniger über materiellen Besitz als über das Wissen, wo notwendige Dinge zu finden sind. So tragen zum Beispiel Beduinen in der Wüste nie Wasser mit sich, weil sie wissen wo Oasen zu finden sind. Dieses Prinzip ist auch bezeichnend für den Urban Nomad: Sie bewegen sich mit Laptop und Smartphone ohne festen Wohnsitz. Ihre sozialen Kontakte sind spontan und temporär und werden mit Hilfe der Social Media hergestellt und gepflegt.

Urban Nomads Design

Zu Beginn dieses Millenniums entwickelte sich in den Niederlanden eine neue Entwurfsmethode, die sich die Spontanität der Urban Nomads Strategie zu eigen macht ([1]). Entwürfe von Städten, Stadterweiterungen, Parks und öffentlichen Räumen werden bewusst, spontan und unabhängig angefertigt. Sie sind oft temporär und fast immer strategisch und bilden somit eine Alternative zum klassischen städtebaulichen Masterplan. Diese städtebaulichen Projekte bieten Möglichkeiten an und kreieren qualitative hochwertige Gestaltungsräume für zukünftige Nutzer einer erlebbaren Stadt.

Einzelnachweise

  1. Urban Nomads Institute
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