FANDOM


Udo Rein Portrait

Udo Rein

Udo Rein (* 9. Oktober 1960 in Heidelberg) ist ein deutscher Künstler, der seit dem Jahr 2000 international in Filmkunst und Malerei engagiert ist.

Leben

Udo Rein wurde 1960 in Heidelberg geboren. Er begann seine Karriere als Künstler in den USA, wo er längere Zeit in den 1980er und 1990er Jahren lebte. [1]

Rein fühlt sich insbesondere in der Technik seiner Arbeit mit Fotografie und Collage, mit dem Stil von Robert Rauschenberg, Ray Johnson, Richard Hamilton und Mimmo Rotella verbunden. Seine Technik in der besonderen Verarbeitung als Collage auf Holzpanels war bis zu diesem Zeitpunkt für Ihn neu. Es handelt sich dabei um eine individuelle Ausdrucksweise, die aus der Erfahrung mit Pop und Street Art entspringt. Kunstrichtungen, die einen starken Einfluss auf Reins künstlerischen Werdegang hatten. An vielen Orten weltweit dokumentiert er mit Filmen soziale und kulturelle Kontraste. Diese Aufzeichnungen bilden das Ausgangsmaterial für die weitere künstlerische Verarbeitung.

Seine erste bedeutende Ausstellung fand 2002 in Verbindung mit dem Wertstatt Verlag München unter dem Thema Time Panels statt.

Werke

ExhibitionGAZELA

Soziale Kontraste sind ein Schwerpunkt in den Arbeiten von Udo Rein damals alias Redo. Gegensätze werden einander gegenüber und in Frage gestellt.

Seine Arbeit beginnt mit der Beobachtung und filmischen Dokumentation, die oft das Ergebnis von wochen-, monate-, ja manchmal sogar jahrelanger Arbeit ist – wie im Fall der Serie EX.IT, einer Reproduktion von Bildern, die aus der Erforschung von urbanen Situationen entspringen, die oftmals schon vergessen sind.

Von Filmen zu Standbildern und von diesen zu Collagen auf Holz. Seine TIME Panels, ursprünglich alle im Format 50x50cm, aus Collagen von Titeln des Time Magazine gefertigt, waren die Idee und der Ursprung seiner heutigen Arbeit.

Mit Time 5min 5sec und Lost Paradise, zwei Dokumentationen über die Welt der Obdachlosen, der Clochards und Unangepassten und über deren Art, die Zeit zu verstehen, hat der Künstler zwei weitere Serien zum Thema Zeit entwickelt. Zu diesen Serien gehören drei Dokumentarfilme mit den dazugehörigen vier Video-Installationen und sechzehn Collagen in Öl- und Acryl-Farben auf Holz.

2004 entstand in Zusammenarbeit mit Cultural Affairs das international angelegte Kartenprojekt Heimweg (the way home) mit Künstlern wie Pipilotti Rist, Richard Long, Kasper König und Jonathan Gallan.

Ein anderes Projekt, das der Künstler entwickelte, ist Why cant Afghani people smoke, eine dokumentarische Umsetzung der kriegerischen Auseinandersetzung in Afghanistan und der Problematik der Frauen dort. Weiter zu erwähnen ist das Projekt Exit Babel (Babylons Schatten), eine auf Dokumentation basierende surrealistische Umsetzung der Geschichte von John, eines Mit-Inhaftierten von Nelson Mandela, der heute Touristen auf der Gefängnisinsel Robben Island führt und so seine Vergangenheit aufarbeitet. Der Film wurde zum ersten Mal an der Bauhaus-Universität in Weimar im Rahmen des internationalen Projektes Babels Shade vorgestellt.

In Cuba, Chile und Argentinien - Madres de Plaza de Mayo - versucht der Künstler das unerklärte Verschwinden von Menschen, sei es wegen Völkerbewegungen, Naturkatastrophen, religiösen Hintergründen oder Vertreibung aufzugreifen. Die Gegenüberstellungen, die der Künstler wählt, um seine Ideen auszudrücken,könnten konträrer nicht sein: Cuba, Ibiza, Macht, Verfall, Regime, Diktatur, Lust, Energie, Fassade, Kraft, Angst, Krieg und Tod werden in Ihren möglichen und vielfältigen Variationen als gesellschaftliche Dispositionen aufgezeigt. Die Wahrnehmung seiner Umgebung löst, wie der Künstler sagt, enorme Impulse in ihm aus und motiviert seine Dokumentationen, wie etwa Gazela, eine Aufarbeitung der in Auffanglagern in Belgrad lebenden Sinti und Roma.

Aus dem Dokumentarmaterial entstand zunächst eine künstlerische Filmversion, die der Künstler dann zu Film-Stills und Collagen weiterverarbeitete. In der Ausstellung wird der ganze Prozess gezeigt.

Udo Rein benutzt Film-Stills als Collagematerial für seine Malerei auf Holzpanels, für die er Öl- und Acryl-Farben verwendet.

Seine Arbeit ist von sozialkritischen Themen geprägt, wie in den Projekten mit Obdachlosen bei Hinz und Kunzt in Hamburg, den Townships in Südafrika oder das Leben der Obdachlosen in allen Teilen dieser Welt. Seit einigen Jahren arbeitet Udo Rein mit der Galerie Bhak, eine der führenden Galerien in Seoul (Südkorea) zusammen.

Wichtige Ausstellungen

  • 2012 Solo Exhibition „GAZELA“ Museum MART - Biblioteca Civica "G Tartarotti, Rovereto, Italien

Bibliografie

  • Time Panels - Udo Rein, Time Panel Ausstellung, Cultural Affairs, München, Deutschland, Herausgeber: Wertstatt Verlag München – Juni 2002 - ISBN 3-936159-03-3.
  • Heimweg – the way home, 2004, Verlag für Moderne Kunst in Nürnberg, ISBN 3-936711-47-X
  • Art Now, Art Cologne 2005, Galerie Bhak, Herausgeber: Messe Köln GmbH, ISBN 3-7774-2805-1.
  • Art Cologne 2006, Galerie Bhak, Herausgeber: Messe Köln GmbH, ISBN 3-7774-3325-X.
  • Art Karlsruhe, MK 2009, Herausgeber: Karlsruher Messe und Kongress GmbH, ISBN 978-3-937295-85-5.

Literatur

  • 2002: time panels, Eine Mini-Genealogie des Pop oder die Frage: Warum Pop Art 2002, Anja Mauruschat, Wertstatt Verlag, ISBN 3-936159-03-3.
  • 2005: Heimweg, Christian Jacobs, Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, Deutschland, ISBN 3-936711-47-X.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview abg. am 11. Juli 2014



Fairytale kdmconfig Profil: Rein, Udo
Namen Redo
Beruf deutscher Künstler
Persönliche Daten
Geburtsdatum 9. Oktober 1960
Geburtsort Heidelberg
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.