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Das Stanislauer Phänomen (ukrainische literarische Erscheinung, auch: Phänomen Stanislau, Phänomen Stanislav, ukrainisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) – ist ein Phänomen, das in Iwano-Frankiwsk (bis 1939: Stanislawiw, ukrainisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value), von 1939 bis 1962: Stanislaw ukrainisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Erscheinung trat. In einem breiteren kulturellen Aspekt kann man das Phänomen Stanislau als eine „besondere sozio-kulturelle Erscheinung“ deuten, die sich in Iwano‐Frankiwsk geographisch lokalisierte, und als Symbol, als Projekt sowie als Organisation von 1989 bis 1996 bestand.[1]

Künstlergruppe

Das "Stanislauer Phänomen" steht zugleich für eine Gruppe von Autoren und Malern, in deren Werken sich der ukrainische postmoderne Diskurs besonders deutlich manifestiert. Zum "Phänomen Stanislau" zählen Autoren und Maler wie Jurij Andruchowytsch, Jurij Isdryk, Taras Prochasko, Wolodymyr Jeschkilew, Stepan Procjuk, H. Petrosanjak, Jaroslaw Dowhan, Maria Mykyzej, u.a.. Zu den wichtigsten Projekten der Gruppe zählen die Journale „Četver“, „Pleroma“, sowie weitere von Jurij Andruchowytsch unter der Ägide des Journals „Pereval“ herausgegebene Projekte.

Die Gruppe rund um Wolodymyr Jeschkilew vertritt die Ansicht, dass es Iwano-Frankiwsk die literarische und kulturelle Hauptstadt der Ukraine ist. Objektiv betrachtet kann das Entstehen des „Phänomens Stanislau“ dadurch begründet werden, dass die Westukraine eine Art Vorposten der ukrainischen Literatur darstellt; außerdem orientiert sich die Gruppe an westlichen Modellen der Funktionsweise des kulturellen Raums, wodurch sie sich von anderen postmodernen ukrainisch-sprachigen Autoren unterscheidet.[2]

Hintergrund

Den historischen Hintergrund für das „Phänomen Stanislau“ bildete der Zerfall der Sowjetunion und die Situation der kulturellen „Aufgeschlossenheit“ (Izdryk), die zu einer Änderung von ästhetischen und künstlerischen Normen führte sowie zur Notwendigkeit eines abrupten Übergangs der durch einen ländlichen Kontext dominierten Literatur (TR-Diskurs, ukrainisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value), vom lateinischen: testamentum – rusticus), zu einer im Zeichen des postmodernen Diskurses stehenden Weltliteratur.

Diese Situation führte zu den Besonderheiten des Transformationsprozesses, der durch Anleihen aus den postmodernistischen Prozessen der Weltliteratur sowie gewissermaßen durch eine „Impfung“ mit der unakzeptablen ukrainischen Wirklichkeit auf Basis einer kulturellen Marginalität entstand.[3]

Etymologie

Der Begriff „Phänomen Stanislau“ wurde erstmals am 13. Juni 1992 von Wolodymyr Jeschkilew im Rahmen einer Künstlerdiskussion (organisiert von den Künstlern A. Zvizhynsky und R. Koterlin) geprägt. Laut Jurij Andruchowytsch, dem wichtigsten Vertreter des „Stanislauer Phänomens“, „spricht man im Kontext der neuen ukrainischen Literatur in letzter Zeit sehr häufig vom 'Stanislauer Phänomen' – manchmal pathetisch („das ist doch unser Mekka“), manchmal spitzzüngig („Stadt der Schreiberlinge“), manchmal in Polen oder in Amerika („dynamische, vielversprechende Mitte“)“.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

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