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Spieß (im Soldatenmund auch „Mutter der Kompanie“ genannt) ist umgangssprachlich die Bezeichnung für die Dienststellung des Kompaniefeldwebels (Dienstgradkürzel: KpFw) in den deutschen Streitkräften. Der Kompaniefeldwebel fällt grundsätzlich in die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere.

Dienststellungsabzeichen

Bereits 1889 hatte der „Etatsmäßige“ am Ärmelaufschlag des Waffenrocks zu der bereits vorhandenen Unteroffizierstresse eine zweite, etwas schmalere Tresse zur Unterscheidung vom Vizefeldwebel erhalten.

Die als Kolbenringe so berühmt gewordenen Dienststellungsabzeichen (zwei parallele 9-mm-Uffz-Litzen an beiden Ärmelumschlägen) wurden am 17. Juli 1922 eingeführt.

In der heutigen Bundeswehr trägt der Kompaniefeldwebel zur Kennzeichnung seiner Dienststellung eine gelbe Fangschnur an der rechten Schulter.

Historische Begriffsentwicklung

Der Soldat des alten Heeres nannten den Feldwebel „Spieß“ nach dem langen Offizierdegen, den dieser trug und der im Soldatenmunde ebenfalls „Spieß“ hieß; der "Vizefeldwebel", der dieselbe Waffe trug, war der „Vizespieß“. Heute wird nur der Kompaniefeldwebel „Spieß“ genannt. Mit dem Spieß der Landsknechte hat der Name des Kompaniefeldwebels nichts zu tun. Warum man dem Degen den Namen einer Stangenwaffe beigelegt hat, ist nicht überliefert.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Wort und Brauch im deutschen Heer, Transfeldt – v. Brand – Quenstedt, 6. vermehrte Auflage, Hamburg 11 H.G. Schulz 1967, S. 43(§59) … Spieß
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