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Der Sowjetjazz war eine ideologisch begründete kulturpolitische Episode im Jazz der Musik in der Sowjetunion.

Nachdem das Sowjetregime, obwohl Russland stets offen für kulturelle Einflüsse war, während der 1920er Jahre den Jazz erfolglos bekämpfte, eignete es sich seine Ästhetik an.

Die sowjetische Führung tat zunächst sehr wenig, um sich um den Jazz zu kümmern. Er wurde vom Publikum nachgefragt und Hotelbesitzer mussten Jazzorchester engagieren, die wiederum ein spezifisches Repertoire vorhielten.

Zu Beginn der Auseinandersetzung mit dem Jazz transkribierten Musiker die Arrangements von ihren Vorbildern, die Abschriften variierten naturgemäß. Da kein Austausch von Arrangements stattfand, wie zu Beginn der 1930er in Amerika, und die Bands nicht tourten, setzten sich die Stile nicht miteinander auseinander und glichen sich nicht an. Das geschah Anfang der 1930er eher im Gleichzug mit der von Stalin angestrebten Vereinheitlichung der Wirtschaft.

Starr charakterisiert die Auseinandersetzung mit dem Jazz mit zwei Ansätzen. Die einen wollten vom amerikanischen Jazz borgen, um fortschrittlich zu bleiben, und sahen keine Probleme, die einer Anpassung entgegenstehen sollte, er nennt es Adoption. Er zählt Tsfasman dazu.

Die andern wollten den Jazz ebenfalls übernehmen aber unter strenger Anpassung an die einzigartigen sozialistischen Verhältnisse, Starr nennt dies Adaption. Starr zahlt Utesow dazu.

Die beiden berühmten Musiker ähnelten sich in mancher Hinsicht, insbesondere, dass sie vermittels des Jazz sehr reich wurden, aber auch darin mit anderen Musikern, dass in Russland das musikalische Niveau hoch war.

Später bereitete ein antiindividualistischer Boden die Grundlage auch im Jazz für neue vielfach neidgetriebene Auseinandersetzungen und "Säuberungen". Jazzmusiker durften nicht mehr politisch indifferent sein und einfach nur unterhalten.[1]

1934 gründete die Sowjetunion eine „Jazzkommission“, in welche Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch eingeladen wurde und unter welcher Jazzwettbewerbe durchgeführt wurden. Die bekanntesten Jazzmusiker unter Stalin waren Alexander Naumowitsch Zfasman und Leonid Ossipowitsch Utjossow.[2]

Einzelnachweise

  1. S. Frederick Starr: Red and Hot: The Fate of Jazz in the Soviet Union 1917-1991. Hal Leonard Corporation, 1994. ISBN 0879101806
  2. S. Frederick Starr: Red and Hot: The Fate of Jazz in the Soviet Union 1917-1991. Hal Leonard Corporation, 1994. ISBN 0879101806
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