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Der Singularis materialis (lat. „Einzahl in Bezug auf den Gegenstand“) ist eine sprachliche Erscheinung im Satzbau, bei der das Prädikat im Singular stehen kann, obwohl zwei oder mehr Subjekte die Pluralform verlangen. Er ist als Stilfigur überwiegend in älteren Sprachstufen und in der Dichtung oder Sprichwörtern und Redewendungen aufzufinden. Der Begriff wurde von Christian Bruhn geprägt.[1]

Beispiele

  • im Deutschen:
    • Marmor, Stein und Eisen bricht (gleichnamiges Lied von Drafi Deutscher, 1965)
    • Stock und Hut steht ihm gut (Kinderlied Hänschen klein)
    • Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit (Vaterunser)
    • Gleich und gleich gesellt sich gern (Redewendung)
    • Da ist Hopfen und Malz verloren (Redewendung)
    • Hopfen und Malz – Gott erhalt’s (Sprichwort)
    • Glück und Glas – wie leicht bricht das (Sprichwort)
    • Gold und Silber lieb ich sehr, kann’s auch gut gebrauchen (gleichnamiges Studentenlied von August Schnezler, 1828)

Einzelnachweise

  1. Drafi Deutscher - "Marmor, Stein und Eisen bricht". Auf ndr.de. Abgerufen am 7. Februar 2016.
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