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Servitization ist eine Geschäftsmodellinnovation, die für produzierende Unternehmen relevant ist. Sie bezeichnet die Änderung des bisherigen Angebotsportfolios weg von nur Sachgütern hin zu einer Kombination aus Sachgütern und Dienstleistungen. Dabei sollen Vorteile sowohl für den Lieferanten als auch für den Kunden erreicht werden. Das zusammengesetzte Angebot aus Produkt und Dienstleistung wird Product-Service-System genannt.

Servitization erfordert nicht nur Änderungen in allen Komponenten des Geschäftsmodells sondern auch einen Wandel im Selbstverständnis des Unternehmens. Aus diesen Gründen gilt sie als große Herausforderung für die Unternehmensführung.

Beispiele für Servitization gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren. Das Thema wird aber jetzt aktuell, weil auf Grund der Globalisierung Unternehmen in Hochlohnländern wie Deutschland in ihr ein Mittel sehen, sich gegen Konkurrenz aus Niedriglohnländern zu schützen. Der Begriff selbst wurde 1988 in einem wissenschaftlichen Artikel von Sandra Vandermerwe und Juan Rada eingeführt1.

Beispiel

Das wohl bekannteste Beispiel für Servitization ist das Power by the Hour-Modell von Rolls Royce und anderen Herstellern von Flugzeugantrieben. Anstatt ein Triebwerk an einen Flugzeugbauer zu verkaufen, bleibt es Eigentum des Herstellers, der die Verantwortung für Wartung und Reparatur übernimmt. Bezahlt wird er pro Betriebsstunde des Gerätes.

Beispiele für Dienstleistungen, die oft von Sachgutherstellern angeboten werden, sind:

Vorteile

Einige Vorteile, die sich Unternehmen von Servitization versprechen, sind:

  • Wachstum: Die Dienstleistungen bringen zusätzliche Umsätze ein.
  • Margen erhalten: Durch den Preiskampf mit Billigkonkurrenten schwinden die Margen im Produktgeschäft.
  • Kundenbindung: Dienstleistungen sind oft weniger leicht austauschbar als Produkte.
  • Umweltschutz: Oft sind Ressourcenersparnisse möglich, wenn Geräte oder Fahrzeuge von ihren Herstellern statt vom Nutzer gewartet werden.
  • Kundenbeziehung intensivieren: Durch Dienstleistungen entstehen menschliche Kontakte, die die Beziehung zum Kunden vertiefen.

Referenz

  • 1Sandra Vandermerwe & Juan Rada: Servitization of business: Adding value by adding services, European Management Journal, Volume 6, Issue 4, Winter 1988, Pages 314–324.

Literatur

  • Timothy Baines & Howard Lightford: Made to Serve: How manufacturers can compete through servitization and product service systems, Wiley, 2013.
  • Gunter Lay & Petra Jung Erceg: Produktbegleitende Dienstleistungen: Konzepte und Beispiele erfolgreicher Strategieentwicklung, Springer, 2002.
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