Saarland, Land der Bundesrep. Dtl., 2.570 km², ca. 1,1 Mio. Ew.; Hptst. Saarbrücken. Das S. grenzt an Rheinl.-Pf., Frankreich und Luxemburg. Es umfasst meist welliges Hügelland; sehr fruchtbar ist das Tal der Saar. Steinkohlenbergbau (rückläufig), Eisen-, Stahlind., Maschinen- und Fahrzeubau u. a. Industrie.

Das S. wurde durch den Versailler Vertrag aus Teilen der preuß. Rheinprov. und der bayer. Pfalz gebildet und für 15 Jahre unter eine Völkerbundsreg. gestellt (Saargebiet); kam 1935 nach einer Volksabstimmung (90,8 % für die Rückkehr) wieder zum Dt. Reich. 1946 wurde es aus der frz. Besatzungszone ausgegliedert und 1946/47 durch Teile von Rheinl.-Pf. erweitert. Die Verf. von 1947 ging von der Loslösung des S. von Dtl. und dem wirtsch. Anschluss an Frankreich aus. Das im dt.-frz. Abkommen von 1954 vorgesehene europ. Saarstatut im Rahmen der Westeurop. Union wurde in der Volksabstimmung vom 23. 10. 1955 abgelehnt (67,7 %). Aufgrund des dt.-frz. Saarvertrags vom 27. 10. 1956 wurde das S. am 1. 1. 1957 ein Land der Bundesrep. Dtl.; die wirtsch. Eingliederung erfolgte am 5. 7. 1959.

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