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Der SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) ist ein kostenfreies Online-Tool für Museen, Archive und Bibliotheken zu Fragen der Sicherheit und des Kulturgutschutzes.[1] Mit Hilfe von interaktiven Fragebögen können Kultureinrichtungen eine Selbstevaluation durchführen und erhalten eine Auswertung mit Handlungsempfehlungen. Ergänzend stehen Fachinformationen sowie eine Datenbank mit weiterführenden Hinweisen, Dokumenten, Links und Literaturempfehlungen zur Verfügung.

Geschichte und Hintergrund

Der Sicherheitsleitfaden Kulturgut (SiLK) wurde ab 2008 von Alke Dohrmann, Almut Siegel und Katrin Schöne im Auftrag der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) entwickelt. Das Projekt wurde von dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert. SiLK ist Teil des Projekts„Sicherheit und Katastrophenschutz für Museen, Archive und Bibliotheken“, welches 2005 von der KNK ins Leben gerufen wurde. Es ist eine direkte Reaktion auf den verheerenden Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar 2004 und die Flutkatastrophe in Dresden 2002, von denen KNK-Einrichtungen nachhaltig betroffen waren. Mit dem Ziel, derartige Schäden und Verluste zukünftig zu vermeiden und einen besseren Schutz der Kulturgüter zu gewährleisten, sollen Fachwissen sowie Erfahrungen zugänglich gemacht und eine grundsätzliche Sensibilisierung für Sicherheitsbelange in den Institutionen und bei den politischen Entscheidungsträgern bewirkt werden.

2006 entwickelte das Projektteam die sogenannte „SiLK-Sicherheitsmatrix“, welche alle Risiken in systematischer Darstellung benennt und eine inhaltliche Grundlage für SiLK darstellt. Im selben Jahr veröffentlichte die KNK einen ersten Handlungsleitfaden für Sicherheit in schriftlicher Form. In einer Umfrage wurden der Ist-Zustand der Kultureinrichtungen und aktuelle Defizite erhoben und ausgewertet.[2]

Seit Projektbeginn wurden zahlreiche Workshops mit Fachleuten und Verantwortlichen aus den Kultureinrichtungen durchgeführt. Im Oktober 2006 fand die erste internationale KNK-Tagung zu „Sicherheit und Katastrophenschutz für Museen, Archive und Bibliotheken“ im GRASSI Museum in Leipzig statt.[3] Es folgten weitere internationale Konferenzen, 2009 im Ozeaneum in Stralsund und 2012 im Schloss Glienicke in Berlin. Die Tagungsbeiträge von 2006 und 2012 wurden publiziert und sind auf der SiLK-Webseite als Download verfügbar, ebenso der SiLK-Newsletter, der vierteljährlich über aktuelle Themen des Kulturgutschutzes informiert.

Das Projekt versteht sich seit Gründung als Plattform zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch in allen Fragen des Kulturgutschutzes und der Sicherheit für Kultureinrichtungen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland.

Ziel

Um einen nachhaltigen Schutz aller Kulturgüter zu fördern, setzt SiLK auf das Prinzip „Prävention“. Ziel des SicherheitsLeitfadens Kulturgut ist es, mögliche Gefahren bewusst zu machen, Handlungsoptionen aufzuzeigen und damit die Sicherheit und den langfristigen Erhalt der Sammlungen, Bauwerke und Anlagen zu gewährleisten.

Aufbau

SiLK ist in 14 Themenkapitel gegliedert:

Zu jedem Thema gibt es eine Einführung, einen Fragebogen und einen Wissenspool. Den zentralen Teil bildet der Fragebogen. Nach Beantwortung aller Fragen eines Themas erhält der Nutzer eine Auswertung zum Sicherheitsstand seiner Einrichtung mit Handlungsanweisungen und Tipps.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (Hrsg.): KULTUR!GUT!SCHÜTZEN! Tagung in Berlin 2012, Halle 2013 abg. am 4. November 2014
  2. Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (Hrsg.): Sicherheit und Katastrophenschutz für Museen, Archive und Bibliotheken – Handlungsleitfaden. Dresden 2007 abg. am 4. November 2014
  3. Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (Hrsg.): Sicherheit und Katastrophenschutz für Museen, Archive und Bibliotheken, Tagung in Leipzig 2006, Dresden 2007 abg. am 4. November 2014
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