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Als Produktivgüter werden in der klassischen Haushaltstheorie Betriebsmittel, Werkstoffe, sonstige materielle Güter und menschliche bzw. auch tierische Arbeitskraft zusammengefasst, die für eine unternehmerische Betätigung mit dem Ziel der Wertschöpfung eingesetzt werden.

Im Haushaltskreislauf zeichnen sich Produktivgüter dadurch aus, dass sie von Unternehmen nachgefragt werden. Die Bereitstellung erfolgt sowohl durch die privaten Haushalte, insbesondere durch Arbeitskraft, als auch durch andere Unternehmen, insbesondere durch Betriebsmittel und Werkstoffe.

Zur Abgrenzung zum Konsumgut ist es wichtig, zu differenzieren, durch welche Art von Wirtschaftssubjekt das Gut ge- bzw. verbraucht wird. So ist etwa eine Waschmaschine eines privaten Haushalts ein Konsumgut, da sie unmittelbar zur Bedürfnisbefriedigung benutzt wird. Steht dieselbe Maschine jedoch in einem Hotel, also einem Unternehmen, so bildet sie einen Faktor der Wertschöpfungskette und gilt somit als Produktivgut. Dass sogar dasselbe Gut sowohl als Konsum- als auch als Produktivgut ge- oder verbraucht werden kann, wird am Beispiel des Dienstwagens deutlich, der oft auch privat als Konsumgut gebraucht werden kann.

Geld wird grundsätzlich nicht zu den Produktivgütern gezählt, weil es als Tauschmittel erst zum Erwerb von Produktivgütern eingesetzt wird.

Weblinks

  • Produktivgüter in Gabler Wirtschaftslexikon, abgerufen am 28. März 2014.


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