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Philosophie die, Streben des menschl. Geistes, die Zusammenhänge des Seins und die Grundsätze der Lebensführung und Daseinsgestaltung zu erkennen. Der Umkreis ihrer Probleme ist nicht fest umrissen. Obenan stehen das Sein selbst und seine allg. Bestimmungen (Metaphysik, Ontologie), die Grundsätze und -formen der Erkenntnis (Erkenntnistheorie) sowie die allg. Gesetzlichkeit des Wahren (Logik), des Guten (Ethik), des Schönen (Ästhetik). Dazu kommen Sonderfächer wie Naturphilosophie, Geschichtsphilosophie, Sprachphilosophie, Kulturphilosophie usw. Philosoph. Denken entwickelte sich aus myth. Denken, neben Chinesen und Indern zuerst bei den Griechen (↑griechische Philosophie); sie schufen die Grundlagen der abendländ. Philosophie. In der Philosophie des Mittelalters, der Scholastik, steht im Mittelpunkt die Frage, wie sich Offenbarung und menschl. Erkenntnis, Glauben und Wissen zueinander verhalten. In der Philosophie der Neuzeit treten 2 große Gedankensysteme hervor, der Rationalismus und der Empirismus. In I. Kants Kritizismus werden sie in einer höheren Einheit zusammengefasst. Seine Philosophie setzt sich im dt. Idealismus fort. Im 19. Jh. wird nach G. W. F. Hegels Tod (1831) der Idealismus durch Positivismus und Materialismus zurückgedrängt. Ende des 19.Jh. und im 20. Jh. entwickeln sich u. a. die Lebens-P., der Pragmatismus, die Wert-P., die Phänomenologie, die Existenz-P., der krit. Rationalismus u. a.

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