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Ein Palliative Care Team ist eine interdisziplinäre Gruppe von Fachleuten, die sich der Versorgung von schwerstkranken Patienten widmen, deren Sterbeprozess begonnen hat oder in absehbarer Zeit bevorsteht. Zu diesem Zweck arbeitet das Team mit anderen Leistungserbringern zusammen (Hausarzt, Krankenhaus, Pflegedienst, Hospiz oder ambulanter Hospizdienst, Apotheke), berät diese und koordiniert die Aktivitäten.

Grundlage

Die Grundlagen für die Arbeit von Palliative Care Teams sind in § 132d SGB V (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) festgelegt. Palliative Care Teams schließen entsprechende Verträge mit den Krankenkassen ab (gilt für Deutschland). In Österreich gibt es verschiedene Formen der Finanzierung und der Organisation.

Ziele

Ziel der Arbeit eines Palliative Care Teams ist es, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche eines todkranken Patienten und seiner Angehörigen in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen, insbesondere der Wunsch, nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause oder in einem Hospiz weitgehend schmerzfrei zu sterben. Ein großer Teil der Patienten leidet an Tumorerkrankungen.

Zusammensetzung

In einem Palliative Care Team arbeiten Ärzte mit Zusatzausbildung Palliativmedizin, Gesundheits- und Krankenpfleger mit entsprechender Weiterbildung (Brückenschwestern) sowie (optional) Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen bzw. Psycho-Onkologen und Seelsorger zusammen. Hausärzte werden, als behandelnde Ärzte, in die medizinische Therapie einbezogen.

Arbeit

Ein Palliative Care Team sichert die Versorgung der Patienten durch die ständige Verfügbarkeit eines Arztes oder einer Pflegefachkraft. Für Patienten, Angehörige und Rettungsdienste besteht eine telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr, ein Arzt oder Pfleger ist stets verfügbar. Neben der ausreichenden und zweckmäßigen medizinischen und pflegerischen Betreuung gehört zur Arbeit eines Palliative Care Teams die Koordination der Aktivitäten, die Einbeziehung konsiliarischer Dienste und weiterer palliativ tätiger Berufsgruppen und das Ehrenamt, die Kommunikation (z. B. mit Angehörigen), die Dokumentation der Fälle sowie die Qualitätssicherung einschließlich Fortbildung und Supervision.

Einzelnachweise

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