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Version vom 9. Dezember 2019, 12:01 Uhr

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Hersteller Alcatel-Lucent
Technische Daten
Anzeige 7 Zoll Farbe
LED WVGA 800 × 480 Pixel
berührungsempfindlich
Konnektivität

Funkverbindungen

Bluetooth

Anschlüsse

2× 10/100/1000 Ethernet, 2× USB, 1× mini USB, 1× SATA

Das MyIC Phone ist ein Multimedia-Telefon des Herstellers Alcatel-Lucent, das sich über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Multi-Touch) bedienen lässt. Es kam 2010 auf den Markt und wendet sich hauptsächlich an Büromitarbeiter in Firmen und Behörden. Das verwendete Betriebssystem basiert auf einer offenen Linux-Plattform und hat ein ähnliches Bedienkonzept wie das Apple iPhone.

Geschichte

Alcatel-Lucent produziert seit 1994 Telefone und Telefonanlagen für Kommunikationslösungen. Seit 2009 arbeitete das Unternehmen an einem neuen Multimedialen Endgerät. Die ersten MyIC Phones wurden ab Ende Juni 2011 für Endbenutzer ausgeliefert. Zudem stand seit September 2010 eine offene Entwicklerplattform im Internet zur Verfügung, um Web-Applikationen und Ideen zu entwickeln. Alcatel-Lucent hatte an auserwählte Programmierer bereits Endgeräte zur Anwendungsentwicklung ausgeliefert. Modellbeispiele sind das Alcatel-Lucent Enterprise 8088 Smart DeskPhone[1] oder das Alcatel-Lucent OmniTouch™ 8082 My IC Phone[2].

Inhalte

Mit dem MyIC Phone versuchte Alcatel-Lucent nicht nur ein neues Bürotelefon auf den Markt zu bringen, sondern auch den Massenmarkt der Privatpersonen anzusprechen. Hierfür wurde die Idee eines Bürotelefons mit offenen Schnittstellen und auf der Basis von Standards entwickelt. Durch den ausgelösten Hype des Apple-IPhones versuchten mehrere Kommunikationshersteller durch ein moderneres Design und haptisches Touchscreen diesen Markt zu erobern. Die universelle Einsetzbarkeit bezieht das MyIC Phone aus seiner freien Programmierbarkeit. Ähnlich einem Smartphone lassen sich Applikationen („Apps“) auf dem Gerät installieren. Im Unterschied zu XML-fähigen Telefonen wurden keine Webbrowser verwendet. Es werden die Web-Inhalte angezeigt und direkt auf dem Telefon ausgeführt. Der Prozessor des MyIC Phones ermöglicht das Abspielen hochauflösender komprimierter Videos, die auf die 800 × 480 Pixel des Bildschirms heruntergerechnet werden. Fotodateien lassen sich per USB oder durch eine Software aufspielen. Darüber hinaus können alle im offenen Entwicklerforum verfügbaren Apps auf dem MyIC Phone ausgeführt werden. Der vom Hersteller mitgelieferte Hörer des MyIC Phones wird per Bluetooth angeschlossen. Es verfügt darüber hinaus über mehrere Anschlüsse für externe Geräte.

Technik

Hardware

Das MyIC Phone besitzt einen Rechner mit eigenem Arbeitsspeicher (256 MB RAM, 512 MB Flash), Prozessor, Grafikkarte usw., ausgestattet mit einem Linux-Betriebssystem. Direkt auf diesem Betriebssystem lagert ein SIP-Stack, der dieses Telefon zu einem SIP-Telefon macht. Er sorgt für die Steuerung der Telefonkommunikation. Hierdurch ist es möglich, dieses Telefon nicht nur an Telefonanlagen zu betreiben, sondern auch an jedem öffentlichen SIP-Anschluss, wie etwa solchen der Telekom oder QSC. Die Stromversorgung wird über Power over Ethernet an das Telefon geführt und hat einen Stromverbrauch von weniger als 1 Watt im Standbybetrieb. Während des Gesprächs verbraucht das Telefon weniger als 4,5 Watt.

Web-Applikationen

Als offenes SIP-Telefon unterstützt es an einem SIP-Server die grundlegenden SIP-Funktionen (SIPing19). Alle zusätzlichen Funktionen kommen über Web-Applikationen. Mittels Web-Technologien HTML 5.0, JavaScript, CSS (Cascading Style Sheets), Ajax ist es möglich direkt mit den Web-Applikationen auf die Endgeräte zu kommunizieren. Diese offene, frei verfügbare Schnittstellendefinitionen und ein kostenneutrales Entwicklerforum stehen zur Verfügung. Im Oktober 2010 wurde ein Software Developer Kit (SDKs) für das MyIC Phone freigegeben und ein Community-Portal ins Leben gerufen. Auf diese Weise versucht Alcatel-Lucent Anwender und Entwickler ins Boot holen, da diese Entwicklerumgebung auf dieselben Standards für die Web-Programmierung setzt wie Apple. Nach Angaben des Herstellers soll sich der Aufwand für die Einarbeitung und die Einführungszeit für neue Anwendungen in Grenzen halten. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit sollen die Web-Applikationen Zertifikate bekommen. So soll sichergestellt werden, dass nur erwünschte Applikationen auf das Endgerät geladen und dort ausgeführt werden.

App-Programmierung

Die Apps der AAPP Factory von Alcatel-Lucent, wie der Anbieter sein Entwicklerportal betitelt hat, ließen sich anfangs noch nicht in Tausenden oder gar Millionen wie beim iPhone messen. Die Apps richten sich an spezifische Branchen wie etwa Finanzwesen, Tourismus, Gastgewerbe und Gesundheitswesen. Alcatel-Lucent unterstützte Entwickler darin, ihre Anwendungen auf solche Einsatzzwecke und Branchen abzustimmen. Im Finanzdienstleistungsbereich beispielsweise könnten MyIC Phone-Anwendungen (wie z. B. Twitter) Nachrichten beinhalten. Im Gastgewerbe kann ein Gast über das MyIC Phone auf diverse Dienste zugreifen und die gesamte Raumausstattung einschließlich Raumtemperatur und Unterhaltungseinrichtungen steuern.

Bildschirm und Tastatur

Das MyIC Phone ist mit einem kapazitiven Bildschirm (Touchscreen) unter einer Abdeckung aus optischem Glas ausgestattet. Die Bedienung ist sowohl mit den Fingern, als auch mit einem leitfähigen Eingabestift möglich. Bei Berührung einer virtuellen Funktionstaste auf dem Bildschirm vibriert das Telefon leicht. Hierdurch entsteht der Eindruck eines echten Tastendrucks. Über lediglich 8 verschiedene Tasten unterhalb des Bildschirms wird das MyIC Phone bedient. Eine Home-Taste, ein Informationssymbol über neue Nachrichten (E-Mail, Fax, Instant Messaging), eine Taste zur Einblendung einer virtuellen Tastatur im Bildschirm um an den entsprechenden Stellen Ziffern oder Buchstaben einzugeben, ein Taste zum aktivieren des Freisprechens und Tasten zur Lautstärkeregelung, sowie zum Stummschalten des Gerätes sind angebracht. Das MyIC Display

Digitalkamera

Das Gerät verfügt über keine Kamera für Videokommunikation. Nach Angaben des Herstellers ist es möglich, eine externe USB-Kamera anzuschließen.

Anschlüsse

Das MyIC Phone verfügt über mehrere Anschlüsse, die physikalisch weitgehend identisch mit einem Standard-PC sind. Zwei Gigabit-Netzwerkanschlüsse und zwei USB-Anschlüsse für zusätzliche Geräte. Ein FireWire-Anschluss. Es sind für dieses Multimediatelefon als Zusatzhardware ein RFID-Leser und Fingerprint-Leser in Planung.

Unterstützte RFC-Standards des MyIC Phones

Bedienkonzept

Die Bedienung erfolgt mit den Fingern des Nutzers, die dabei mit den Gesten unterschiedliche Funktionen auslösen können. Das MyIC Phone wird nahezu vollständig über den Multi-Touch-Bildschirm bedient, wobei die verwendete grafische Benutzeroberfläche jeweils mehrere Programmfenster anzeigen kann. Der Touchscreen wird mit verschiedenen Fingerbewegungen bedient:

  • Tippen: Unterliegende Funktion wird ausgeführt
  • Antippen und halten auf Texteingabefeldern. Es wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet. Durch Bewegen des gedrückten Fingers kann man die Textmarke zu einer gewünschten Stelle bewegen.
  • Wischtechnik ähnl. Apple iPad bzw. iPhone (Aufsetzen des Fingers in der Bewegung, Wischen über den Bildschirm, Loslassen) ist im MyIC Phone integriert.
  • Antippen und Bewegen: Verschiebt Elemente auf dem Bildschirm (beispielsweise bei Anruferlisten oder E-Mail Einträgen)

Die Texteingabe erfolgt über eine auf dem Bildschirm eingeblendete QWERTZ-Tastatur, wobei Umlaute durch Umschalttasten eingeblendet werden können. Der eingegebene Text wird in einem kleinen Feld direkt über der Tastatur angezeigt. Zusätzlich kann eine externe Tastatur über Bluetooth oder über USB angeschlossen werden. Dafür bot Alcatel-Lucent ab Ende 2011 eine Tastatur an.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Alcatel-Lucent 8082 myIC Phone | TFA GmbH. Abgerufen am 7. Dezember 2019 (Skriptfehler).
  2. Alcatel-Lucent MyIC Phone 8082 Applikationen | systel. Abgerufen am 7. Dezember 2019 (Skriptfehler).
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