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Als missionskritisch werden Systeme bezeichnet, die für ein Vorhaben (Mission) von entscheidender Bedeutung sind.

Der Terminus wird im IT-Bereich verwendet, wenn z. B. eine Anwendung zusammenzubrechen droht, sollte ein Software-Bestandteil nicht funktionsfähig sein. Umgekehrt werden Programmteile, die für die Stabilität der Anwendung nicht ausschlaggebend sind, als nicht missionskritisch bezeichnet.

Der Ausdruck kommt ursprünglich aus der Raumfahrt, wo der Ausfall einer nicht mehrfach vorhandenen Komponente zu milliardenschweren Verlusten oder sogar dem Verlust von Menschenleben führen kann. Durch die begrenzte Energieversorgung wird im missionskritischen Zeitraum ein Datenaustausch stark oder auf Null reduziert; der Focus der Unternehmung liegt dann etwa auf dem Sammeln von Daten wie bei Weltraummissionen mit der Raumsonde New Horizons zum Pluto;[1] bei den Expeditionen Solar Probe und Solar Orbiter (ESA) wird der Hitzeschild mit Fenster für die Beobachtung der Sonnenkorona mit Komponenten für den Sonnenschutz als kritisches Element für diese Raumfahrtmissionen bezeichnet.[2][3] Beim ersten Testflug des Transporters Dragon zur ISS wurde keine missionskritische Ausrüstung für die Raumstation transportiert.[4]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Raumsonde "New Horizons" erreicht erstmals Pluto, Süddeutsche Zeitung, 14. Juli 2015.
  2. The Solar Orbiter Thermal Design (PDF, Seiten 4 und 5, englisch), ESA, 10. November 2005.
  3. Solar Orbiter Mission, eoPortal (englisch)
  4. Erster privater Raumfrachter vor dem Start, astronews.com, 18. Mai 2012.
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