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Martin Wittau (* 23. August 1963 in Singen (Hohentwiel)) ist ein deutscher Medien- und Kommunikationsberater. Bundesweit bekannt wurde Wittau durch die von ihm Anfang Februar 2014 mitgegründete Initiative für ein Volksbegehren für vorgezogene Neuwahlen in Berlin, die „Außerparlamentarische Ergänzung“.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1982 absolvierte Wittau bis 1986 einen freiwilligen Wehrdienst in Sigmaringen und später als Reservist eine Ausbildung zum Fernmeldeoffizier. Von 1986 bis 1990 studierte Wittau an der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Breisgau Politische Wissenschaften, Neuere und Neueste Gesichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte, mit dem Abschluss als Magister Artium (M.A.) nach 7 Semestern.

Bereits im Oktober 1989 wechselte Wittau nach Berlin, wo er am 1. November 1989 eine Tätigkeit als persönlicher Referent des CDU-Abgeordneten Elmar Pieroth aufnahm. 1991 übernahm er als Leiter des Bonner Verbindungsbüros eine Tätigkeit für die Deutsche Waggonbau AG. Über spätere Tätigkeiten als Projektmanager für eine schweizerische Grundstücksentwicklungsgesellschaft und freiberufliche Tätigkeiten in der Werbe- und Gastronomiebranche übernahm er 2001 eine Aufgabe bei der Deutschen Lufthansa AG, in der er u.a. zuletzt als Kommunikationstrainer bei deren Callcenter-Tochter tätig war. Seit 2009 ist Wittau wieder selbständig und begleitet neben seinem Arbeitsschwerpunkt in Handwerksbetrieben und KMU eine Vielzahl von EU-Projekten.

Ehrenamtliches Engagement

Martin Wittau ist vielfältig ehrenamtlich tätig. So ist er neben seiner Eigenschaft als Vizepräsident der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.[1] auch im Vorstand des Pulszeit e.V. für Kunst, Wissenschaft und Bildung und des Europäischen Bildungsverbundes e.V. engagiert.

Im Arche Metropolis Projekt für die Chancen und die Entwicklung der urbanen Gesellschaft im 21. Jahrhundert hat Wittau sich zwischen 2010 und 2013 im Bereich eines vom Berliner Senats vorgesehenen, jedoch nicht umgesetzten Modellprojektes für Bürgerbeteiligung in Stadtentwicklungsprozessen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof dafür eingesetzt, dass hierfür Methoden und Prozesse entwickelt werden.

Politisches Engagement

Martin Wittau hat sich Mitte der 1990er Jahre aus der aktiven Parteipolitik zurück gezogen. Als Politikwissenschaftler blieb insbesondere Europa-Politik immer im Fokus seines Interesses. Wittau ist überzeugter Europäer.

Bedingt durch die von ihm vertretene Grundüberzeugung, dass in einer repräsentativen Demokratie uneingeschränkt jede wahlberechtigte Bürgerin und jeder wahlberechtigte Bürger mitverantwortlich ist für das politische Handeln der gewählten Vertreter, rief er gemeinsam mit Felix Herzog am 5. Februar 2014 eine Initiative für vorgezogene Neuwahlen in Berlin ins Leben mit dem Ziel, den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit abzulösen. Aufgrund der Berliner Verfassung kann dies nur über vorgezogene Neuwahlen des Parlaments erfolgen.

Als Trägerin des Volksbegehrens wurde die Initiative „APE – Außerparlamentarische Ergänzung“ ins Leben gerufen, weil die durch Volksbegehren hervorgerufenen Volksentscheide gleichberechtigt mit dem Parlament Verfassungsrang haben und beide sich gegenseitig ergänzen.

Wittau ist Verfechter einer zeitgemäßen Beteiligungsform von Bürgern durch direkte demokratische Elemente. APE führt den Untertitel „Initiative für mehr gewagte Demokratie“ in Anlehnung an eine Passage aus der ersten Regierungserklärung des Bundeskanzlers Willy Brandt im Jahre 1969. Das von ihm gestaltete Logo der Initiative (drei Affen, die die Augen aufmachen, die Ohren aufhalten und den Mund aufmachen, aus „ape“ = engl. „Affe“) wurde zum Markenzeichen für „mehr gewagte Demokratie“.

Ziele der Initiative sind die Direktwahl des Stadtoberhauptes von Berlin, die Begrenzung der Amtszeit auf maximal zwei Amtsperioden, die Stärkung der kommunalen Ebene und die Etablierung der bürgerschaftlichen Beteiligung.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Website der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V.


Fairytale kdmconfig Profil: Wittau, Martin
Beruf deutscher Medien- und Kommunikationsberater
Persönliche Daten
Geburtsdatum 23. August 1963
Geburtsort Singen (Hohentwiel)
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