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Manfred Steinbrenner (* 1. Januar 1952 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schriftsteller, Maler und Musiker.

Leben

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Das Werk von Manfred Steinbrenner ist untrennbar mit dem ästhetisch-politischen Aufbruch der 60er-Jahre verbunden. Er orientierte sich an der klassischen Pop- und Alternativkultur dieser Zeit (John Lennon, Bob Dylan, Allen Ginsberg, Andy Warhol, Timothy Leary). Darüber hinaus wurde Manfred Steinbrenner durch Thesen, Forderungen, Formen und Stilelementen der frühen Moderne insgesamt beeinflusst, vor allem jener des deutschen Expressionismus seit 1910.

Er umriss in seiner Magister-Arbeit über den Begründer des Züricher Dadaismus, Hugo Ball, im Fachbereich „Neuere deutsche Philologie“ an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität (1978) den Horizont seines künftigen künstlerischen Schaffens klar: er wollte ein alle Sparten künstlerischen Wirkens umfassendes Gesamtkunstwerk an Text, Bild und Musik als Gegenpol und Spiegelbild der gesellschaftlich-sozialen Realität schaffen. Als definierenden Überbegriff dieser Haltung erschließt sich ihm „Neon-Dada“ - die spätexpressionistisch-dadaistische Antihaltung im Neon-Zeitalter.

Die Konzerte und Auftritte der Folk-Rock-Band „Stadtwald“, die er zusammen mit dem Gitarristen Roland Schwarzer im Jahre 1977 gründet, sind eine Mischung aus eigener Musik und Dichtung und werden. Sofern möglich traten sie vor eigenen, absurd anmutenden Bühnendekorationen auf.

Parallel zum Abschluss einer Dissertation über Hugo Ball 1982 reiste Steinbrenner erstmals nach Südostasien, wo er auf Bali erste Ansätze zu weiteren künstlerischen Tätigkeiten erkannte. Die Faszination, die von der Buntheit und Vielgestaltigkeit polytheistischer Religionen und Glaubensformen auf ihn ausging, bildete sich ab 1984 in farbenfroh gewischten Kaltnadel-Radierungen ab. Er zeichnete, dichtete und komponierte auch auf einer 7monatigen Reise von Sri Lanka über Singapur, Malaysia, Sumatra, Java, Bali, Lombok und Thailand, bei der er er ständig etwa 3 kg Zinkplatten mit im Gepäck führte.

Um die Vermarktung seiner Radierungen nicht allein dem Mainstream des Kunsthandels zu überlassen, eröffnete Steinbrenner im März 1985 seine Eurasia-Galerie im Frankfurter Nordendund betätigte sich so auch als Kunsthändler.

In den kommenden Jahre betätigte sich Steinbrenner in unterschiedlichen Bereichen: Er verfasste Buch-Rezensionen, hielt Vorträge und Lesungen, schuf Schaufenster-Dekorationen sowie Texte für eine Frankfurter Werbe-Agentur, gab Ausstellungen und hielt ab 1986 eine Dozentur an der Universität Frankfurt. All dies war immer wieder unterbrochen von längeren Einkaufsreisen nach Indonesien und Thailand.

Nebenbei lernte er ab 1985 Thai und Indonesisch, befasste sich intensiv mit Historie und Kultur der von ihm bereisten Länder und eröffnete 1993 eine Galerie in der Frankfurter Innenstadt. Sein musikalischer Mitstreiter während dieser Jahre war der Sänger und Schauspieler Bernd Weber. Ab 2006 bestritt Steinbrenner seine musikalischen Auftritte dann mit der Sängerin und Schauspielerin Nina Amerschläger.

2008 wurde die Eurasia-Galerie geschlossen und ab 2009 entstanden seine bisher letzten beiden Gedichtbände „Wunderwand“ und „Vom Weißmachen des Umsonsten“. Außerdem arbeitete der Allround-Künstler wieder verstärkt an Bildern: digital bearbeiteten Farbstift-Zeichnungen sowie verfremdeten Photographien, die ab 2012 zum Teil auch als Illustrationen zu Kalendern vorliegen.

Werke und Beiträge in Anthologien

  • Flucht aus der Zeit ? Anarchismus, Kulturkritik und christliche Mystik - Hugo Balls 'Konversionen. Verlag Peter Lang, Frankfurt/ Bern/ New York 1985, ISBN 3-89349-879-6.
  • Visionen eines modischen Kleinteufels. Koren & Debes-Verlag, Frankfurt 1991, ISBN 3-910078-02-8.
  • Vom Niedergang des Tapirs. Verlag Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen, Egelsbach, 1994, ISBN 3-8267-0001-5.
  • Hol' Dich das C' bulon. Fouque-Verlag, Egelsbach/ Frankfurt/ Washington 1997, ISBN 3-8267-4046-7.
  • Männerfreundschaften. In: Margot Lang (Hrsg.): Meine beste Freundin - Mein bester Freund. Fischer-Verlag, Frankfurt 1982, ISBN 3-596-23829-3, S. 132–143.
  • Ernst Teubner (Hrsg.): Theoretischer Anarchismus und Imitatio Christi - Zur Bedeutung der Einflussnahme Michail Bakunins auf das Werk Hugo Balls in 'Hugo Ball-Almanach 1983.' Pirmasens 1983, ISBN 3-89349-881-8, S. 57–89.
  • Männerliebe zwischen den Welten. In: Mein heimliches Auge. Konkursbuch-Verlag, Tübingen 1985, ISBN 3-88769-020-6, S. 116/117.
  • Kann Mann oder kann Mann nicht? In: Geschlechter-Verhältnis. Konkursbuch 24, Konkursbuch-Verlag, Tübingen 1990, ISBN 3-88769-224-1, S. 21–29.
  • Merry Christmas. In: Weihnachten, du liebe Zeit. Fouque & Hänsel-Hohenhausen-Verlag, Egelsbach/ Frankfurt/ St. Peter Port/ Washington D.C. 1996, ISBN 3-89349-926-1, S. 71–79.
  • Suri. In: Mein heimliches Auge. Konkursbuch-Verlag, Tübingen 1997, ISBN 3-88769-120-2, S. 224–226.
  • Liebe im Herbst. In: Neue Literatur. Fouque Literatur-Verlag, Egelsbach/ Frankfurt/ Washington 1998, ISBN 3-8267-4115-3, S. 145–151.
  • Warme Gedanken. In: Mein heimliches Auge. Konkursbuch-Verlag, Tübingen 2001, ISBN 3-88769-160-1, S. 154–160.
  • Eight miles high. In: Mein heimliches Auge. Konkursbuch-Verlag, Tübingen 2005/2006, ISBN 3-88769-200-4, S. 68–73.
  • Wunderwand. Stadler-Verlag, Konstanz 2009, ISBN 978-3-7977-0548-8.
  • Vom Weißmachen des Umsonsten. BoD, Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-9944-2.
  • Yellow sunshine. In: Miriam Spies (Hrsg.): Kaleidoskopidschi - Erinnerungen an Hadayatullah Hübsch. Band 1, Gonzo-Verlag, Mainz, S. 28.

Weblinks




Fairytale kdmconfig Profil: Steinbrenner, Manfred
Beruf deutscher Schriftsteller, Dichter, Maler, Musiker
Persönliche Daten
Geburtsdatum 1. Januar 1952
Geburtsort Frankfurt am Main
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