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Mallorca [maˈjɔrka, spanisch maˈʎɔrka, katalanisch məˈʎɔrkə], größte Insel der Balearen, 3 624 km², 758 800 Einwohner; Hauptstadt, katholischer Bischofssitz und wichtiger Hafen ist Palma de Mallorca.

Die Insel gliedert sich in drei von Südwesten nach Nordosten parallel verlaufende Landschaftsräume. Im Nordwesten erstreckt sich das Kettengebirge Serra de Tramuntana; im Puig Major 1 445 m über dem Meeresspiegel) aus überschobenen mesozoischen Ablagerungen (v. a. Jurakalk), stark zerschnitten und zum Teil verkarstet, mit Tafelbergen und Steilküste. Jahresniederschläge um 1 200 mm in den Hochlagen ermöglichen in der Bergfußzone Bewässerungsfeldbau (v. a. Zitrusfrüchte, Gemüse) auf Roterdeterrassen (steilere Hänge tragen Palmito-Garigue; für Flechtarbeiten genutzt), bis 650 m über dem Meeresspiegel Ölbaum- und Johannisbrotbaumkulturen, dazwischen Trockenfeldbau (Getreide); in höheren Lagen folgen bis 950 m über dem Meeresspiegel Aleppokiefern, Steineichen und Macchie, darüber dann nur extensiv als Weideland nutzbare Hartgräser und Polsterbüsche.

In den breiten Mittelteil der Insel, eine flachwellige, niedrige, mit Roterde bedeckte, von einzelnen Karsthügeln überragte Ebene, greifen im Südwesten die Bucht von Palma, im Nordosten die Buchten von Alcúdia und Pollença (alle mit Sandstränden) ein. Bei 400–500 mm Jahresniederschlag ist hier vielfältiger Anbau möglich (Mandeln, Feigen, Aprikosen, Ölbäume, Reben, Spanischer Pfeffer, Getreide; auf Bewässerungsland Gemüse, Blumen, Zitrusfrüchte); neben eng gedrängten Dörfern sind Einzelhöfe auf Großgrundbesitz verbreitet. Im Südosten erheben sich die Serres de Llevant, ein aufgelöster Höhenzug aus mesozoischen Kalken mit flachen Rumpfflächen (bis 562 m über dem Meeresspiegel) und großen Höhlen (z. B. »Cova del Drac«). In vielen kleinen Hafenorten wird Fischerei und Meersalzgewinnung betrieben. Hauptwirtschaftsfaktor Mallorcas ist der Fremdenverkehr, der sich seit 1900, verstärkt v. a. nach dem Zweiten Weltkrieg, als Badetourismus entwickelt hat, was zu zunehmender Landschaftsverbauung, besonders an der Südwest-, Nord- und Ostküste, geführt hat. Mit dem Ziel, den Fremdenverkehr zu schädigen, wurden im Sommer 2009 auf der Insel fünf Bombenanschläge verübt, zu denen sich die baskische Terrororganisation ETA bekannte.

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