Fandom


Die Literaten Gruppe 97 Aschaffenburg wurde 1997 von Michael Weis und Michael Maria Kroehn ins Leben gerufen. Im Vordergrund ihrer Bemühungen steht die Umsetzung schriftstellerischer und darstellender Gemeinschaftsprojekte.

Namensgebung

Der Name der Gruppe lehnt sich an die Gruppe 47 an, eine Bezeichnung für die von Hans Werner Richter organisierten Treffen deutscher Schriftsteller in der Nachkriegszeit. Ähnlich wie diese sieht sich auch die Literaten Gruppe 97 Aschaffenburg als lockerer Verbund von Schriftstellern mit Schwerpunkt, im Rhein-Main-Gebiet um die Stadt Aschaffenburg.

Vorgeschichte

Durch die Möglichkeiten des Internets hinsichtlich Kommunikation und Verbreitung angeregt, begann Michael Weis im Sommer 1996 mit der Kontaktaufnahme zu literarisch Interessierten aus seinem regionalen Umfeld, zwecks Erstellung einer Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel Ich komm auch drin vor. Für die Durchführung sicherte er sich die Unterstützung seines alten Schulfreunds Michael Maria Kroehn, mit dessen Hilfe er dem Projekt über zehn Beiträge zuführen konnte. Die Sammlung erschien 1997 in gedruckter und digitaler Form.

Gründung

Im Frühsommer 1998 luden Michael Weis und Michael Maria Kroehn einige der Autoren aus Ich komm auch drin vor zu einem Treffen ein, um ein neues Projekt zu besprechen. Dabei handelte es sich um die Verfilmung einzelner Szenen des Theaterstücks McDuff, das im Vorjahr entstanden war. Während dieses Treffens gaben sich die Anwesenden den Namen Gruppe 97, die wie ihr Vorbild als Schriftstellergemeinschaft ohne Vereinsstatus und ohne Generalsekretär verstanden werden wollte. Seither realisiert die Gruppe in wechselnder Besetzung künstlerische Projekte und unterstützt die Aktivitäten der einzelnen Mitglieder.

Projekte und Aktivitäten

Übersicht

  • 1997 - Ich komm auch drin vor (Anthologie)
  • 1998 - Videoprojekt McDuff von Michael Weis
  • 2000 - Gruppe 97 Millenniums-CD mit gesammelten Aktivitäten
  • 2004 - Feigheit vor dem Fluss (Roman) von Michael Maria Kroehn
  • 2005 - So viel Regen (Drama) von Michael Weis
  • 2006 - Ewiger Herbst (Anthologie)
  • 2006 - Die Sanduhr der Langweiligkeit (Anthologie) von Michael Maria Kroehn
  • 2006 - Gedanken (Gedichtband) von Thorsten Brandau
  • 2007 - A true story (Fotoband)
  • 2007 - Sündige Stadt (Roman) von Thorsten Brandau
  • 2009 - Scarlet Red (Roman) von Michael Maria Kroehn
  • 2010 - Irgendwo, Irgendwann, Irgendwen (Anthologie) von Thorsten Brandau[1]
  • 2011 - Emma und Teddy verreisen (Erzählung) von Michael Weis[2]

Ewiger Herbst

Das Ewiger Herbst Projekt startete am 1. Oktober 2005. Fünfzehn aufeinander aufbauenden Episoden erzählen von komischen und schicksalhaften Begegnungen in einem Friseurladen. Ganz nach dem Vorbild von Paul Austers Smoke treffen Menschen mit ihren Geschichten auf einen vom Leben geformten Therapeuten.[3] Um die Abstimmung der einzelnen Episoden miteinander zu gewährleisten, wurde ein Internetforum benutzt, dass es den Autoren ermöglichte, ihre Ideen zu koordinieren. Auf diese Weise ziehen sich durch die stilistisch heterogene Sammlung integrierende running gags, die das Ganze zusammenhalten.

A true story

Auf der Suche nach neuen Medien sammelt die Gruppe mit diesem Projekt Erfahrungen mit Fotobüchern, deren Erstellung mittlerweile von diversen Anbietern im Internet offeriert werden. Aus der Verbindung von Bild und Text versprechen sich die Organisatoren eine unmittelbare und intensive Wirkung.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Irgendwo, Irgendwann, Irgendwen abg. am 1. November 2014
  2. Emma und Teddy verreisen abg. am 1. November 2014
  3. Ewiger Herbst: Anthologie der Literaten Gruppe 97 Aschaffenburg abg. am 1. November 2014
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