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Die Leoniden auf dem Pfühl ist eine im Jahr 2005 gegründete literarische Gruppe, deren Mitglieder sich vor allem der Gebrauchsliteratur und der schriftstellerischen wie journalistischen Darstellung von Sachsen-Anhalt verpflichtet fühlen.

Stilistisch grenzt sich die Gruppe deutlich von der nach wie vor regional bedeutsamen Sächsischen Dichterschule und deren Nacheiferern ab. Während diese maßgeblich vom Deutschen Literaturinstitut Leipzig geprägt wurden, sind die Leoniden auf dem Pfühl dem Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verbunden.

Der Name der Gruppe bezieht sich auf das satirische Wiegenlied von Georg Herwegh, nach dem eine Straße im hallischen Paulusviertel benannt ist, in der das Germanistische Institut lange Zeit seinen Sitz hatte. In dem Gedicht sieht die Gruppe ihren sozialkritischen und – durch Herweghs Anspielung auf die in der Schlacht bei den Thermopylen gefallenen 300 Spartiaten um König Leonidas – kämpferischen Impetus zum Ausdruck gebracht.

Zentrale Mitglieder sind Irene Moll, Annette Riemer und Thomas Zimmermann. Der Gruppe stehen André Schinkel und Bernhard Spring nahe. Die Leoniden auf dem Pfühl machen immer wieder mit Gruppenlesungen, Plakat- und Flugblätteraktionen auf sich aufmerksam. Zeitweilig gab die Gruppe mit der WortGewand und der Zettelbox eigene Magazine heraus.

Literatur

  • Thomas Zimmermann: Wir Leoniden. In: WortGewand. Literatur- und Kulturzeitschrift am Germanistischen Institut Halle. Nr. 1/2008S. 13-14.
  • Ders.: Immer wieder du. Leoniden aus dem Salzlandkreis - Leoniden auf den Salzlandkreis. In: Zettelbox. Kulturzeitung am Germanistischen Institut Halle-Wittenberg. Nr. 9/2012. S. 8-12.
  • Irene Moll: Was wir erreichen müssen. In: Zettelbox. Nr. 14/2012. S. 1f.
  • Annette Riemer: Die Leoniden auf literarischen Landspaziergang. In: Zettelbox. Nr. 28/2014-36/2015.
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