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Die Kulturpolitikwissenschaften sind ein interdisziplinärer (und deshalb notwendig im Plural stehender) Teilbereich der Politikanalyse. In ihr wirken insbesondere Kunst- und Geschichtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften zusammen. Auf der Grundlage von wissenschaftlichen Methoden setzen sie sich mit der Untersuchung des konkreten Politikfelds Kulturpolitik analytisch auseinander.

Kulturpolitikfeldanalyse ist Strategiewissenschaft[1] und manchmal Partisanenwissenschaft.[2] Clausewitz hatte gefragt: Was willst Du mit dem Krieg erreichen (Zweck)? Was willst Du im Krieg erreichen (Ziel)? Was willst Du dabei einsetzen (Mittel)? Die Kulturpolitikfeldanalyse fragt danach, was politische Akteure tun, welche Zwecke sie dabei verfolgen, welche Ziele sie sich stecken, welche Mittel sie dafür einsetzen, was sie letztlich bewirken.

Im Blickfeld der Forschung stehen die inhaltliche Dimension (policy), die formal-institutionelle Dimension (polity) sowie die praktische Dimension (politics), insbesondere konkrete politische Wirkungsprozesse, Entscheidungsprozesse und Ergebnisse.

Stringente Theoriebildung

Ziel kulturpolitikwissenschaftlicher Analysen ist eine stringente Theoriebildung bei der Verbindung der Analysen von hard facts und soft values. In der Bibel heißt es: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt« (Dtn 8,3; vgl. Mt 4,1 – 11). Die spezifische Ausgangsbehauptung kulturpolitikwissenschaftlicher Arbeiten ist die, daß auf der Ebene der Wissenschaft die Vertreter von Brot und die Vertreter von Wort miteinander ins Gespräch kommen müssen, um die Vielschichtigkeit kultureller Phänomene analytisch hinreichend zu erfassen und um gegebenenfalls Hinweise für deren Weiterentwicklung geben zu können.

Dies macht Kulturpolitikwissenschaften besonders komplex. Sie benötigen Kompetenz

  • bei der Beurteilung der Wirkmächtigkeit ästhetischer Phänomene,
  • beim Aufdecken ihres jeweiligen historischen Entwicklungspfades,
  • bei der Analyse ihrer sozialen Verortung,
  • bei der Differenzierung zwischen volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlichen Effekten,
  • bei den Rechtsverhältnissen sowie
  • bei der Erfassung der involvierten Akteursgruppen und deren je unterschiedlicher Strategien.

Diesem Anspruch wurden in den letzten Jahren insbesondere Studien im Teilfeld der Minderheitenkulturpolitik gerecht.[3]

Kulturpolitik in der jüngeren deutschen Geschichte

Nicht die Praxis, aber der deutsche Terminus »Kulturpolitik« ist jung. Nach dem politischen Systemwechsel 1918/19 vom Kaiserreich zur präsidial-demokratischen Republik baute Deutschland »Tempel seiner Ehre« (Richard Wagner).[4] Einerseits verstaatlichte es die Hofeinrichtungen, andererseits schuf es eine praktisch flächendeckende kulturelle Infrastruktur in einer Welle von Kommunalisierungen zuvor privatrechtlicher und unmittelbar bürgerlich getragener Theater-, Museums- und Volksbildungseinrichtungen.

Die nun als solche bezeichnete »Kulturpolitik«[5] findet Eingang in die Parteiprogramme der frühen Weimarer Republik.[6] Der preußische Unterstaatssekretär und spätere Kultusminister Becker widmet ihr 1919 eine eigene Publikation.[7]

Herders Staatslexikon definiert 1929 in einer merkwürdigen Auseinandernahme von Geist und Kultur: »Kulturpolitik ist der Einsatz geistiger Mittel und kultureller Mittel durch den Staat«.[8] In den Dienst eines totalitären Staates gestellt wurden Kunst und Künstler in der NS-Zeit. Die beiden halbsouveränen »Staatsfragmente«[9] in West und Ost applizierten, jedenfalls nach der ›Stunde Null‹ von 1945, in erstaunlicher Übereinstimmung die bürgerlich-nationalen Deutungsmuster des Kulturbetriebes.

Quasi-Verfassungsrang – auch für das alte Bundesgebiet – erreichte die Kulturpolitik zum 3. Oktober 1990 mit der loi constitutionelle des Einigungsvertrages, der in Art. 35 Abs. 1 behauptet: „In den Jahren der Teilung waren Kunst und Kultur – trotz unterschiedlicher Entwicklung der beiden Staaten in Deutschland – eine Grundlage der fortbestehenden Einheit der deutschen Nation. Sie leisten im Prozeß der staatlichen Einheit der Deutschen auf dem Weg zur europäischen Einigung einen eigenständigen und unverzichtbaren Beitrag. Stellung und Ansehen eines vereinten Deutschlands in der Welt hängen außer von seinem politischen Gewicht und seiner wirtschaftlichen Leistungskraft ebenso von seiner Bedeutung als Kulturstaat ab.“ Der dritte Satz greift Brandts Formulierung von der Außenkulturpolitik als Dritter Säule auf und markiert auf seine Weise den Anspruch des Auswärtigen Amtes auf eine eigenständige Kulturpolitik. Der zweite Satz ist normativ; man muß das ist in ein soll übersetzen und als Auftrag an Legislative und Exekutive verstehen. Der erste Satz verkennt die gerade kulturpolitisch höchst ausgeprägte Divergenz der beiden Staaten; er steht in der Tradition von Thomas Manns Doppelrede auf Schiller in Stuttgart und Weimar vom Mai 1955, führte aber zu den milliardenschweren Bundesinitiativen Substanzerhaltungsprogramm und Infrastrukturprogramm, mit deren Hilfe dann tatsächlich so etwas eine relative Einheit der Kulturpolitik geschaffen werden konnte.

Gegenwärtig wird über die Einführung eines neuen Art. 20b in das Grundgesetz diskutiert: „Der Staat schützt und fördert die europäische Kultur“. Dies würde eine Überwindung der Debatte um eine „deutsche Leitkultur“ bedeuten zugunsten des ursprünglichen Anregung durch Bassam Tibi, von einer „europäischen Leitkultur“ zu sprechen. Kulturpolitik als »Einsatz geistiger Mittel und kultureller Mittel« für die Idee Europa würde klar machen, daß eine nationale Verortung von Kunst und Kultur nicht länger zeitgemäß ist.

Akteure

Akteure der Kulturpolitik im heutigen Deutschland sind:

  • die Kunst- und Unterhaltungswirtschaft (40 Mrd. Euro Umsatz bereits 2006);
  • die Bürger (rund 28 Mrd. Euro Kulturausgaben im Jahr);
  • die Länder bei der Förderung von Kunst und Kunstwissenschaften an ihren Hochschulen (17 Mrd. Euro 2008; die Geisteswissenschaften insgesamt wurden mit 62 Mrd. Euro gefördert);
  • die Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (rund 9 Mrd. Euro);
  • Bundestag und Bundesrat sowie die Länder bei den Rahmenvorschriften.

Für die Pflege von Kunst und Kultur im engeren Sinn aus öffentlichen Mitteln kommen auf:

  • die beiden Kirchen (zusammen rund 4 Mrd. Euro im Jahr),[10];
  • die Gemeinden und Gemeindeverbände (knapp 4 Mrd. Euro);
  • die Länder der Bundesrepublik (dito),:
  • der Bund (gut 1 Mrd. Euro im Jahr).

Nichtakteure der Kultur gibt es praktisch keine, da von Bild, Spiel, Ton und Wort ausnahmslos jeder täglich umgeben ist. Nach einer Schweizer Studie[11] zum Kulturverhalten der erwachsenen Bevölkerung besuchen rund zwei Drittel der Bevölkerung regelmäßig (ein- bis sechsmal im Jahr) Konzerte, historische Stätten oder Kinos; die Hälfte der Bevölkerung geht in Museen, Zirkus oder Theater; ein Drittel sucht Festivals und Bibliotheken auf. Studien in anderen Ländern zeigen ähnliche Ergebnisse.[12] Als Nichtakteur könnte man die Europäische Union insofern bezeichnen, als ihre Kulturausgaben bei 0,07 Euro pro Einwohner und Jahr liegen (das sind auf Deutschland umgelegt knapp 6 Mio Euro, also ein irrelevanter Betrag). Allerdings ist die EU bei den Rahmenvorschriften ein zentraler kulturpolitischer Akteur und damit wiederum Untersuchungsgegenstand der Kulturpolitikwissenschaften.

Bestandsaufnahmen

Eine umfassende Bestandsaufnahme der Situation in Deutschland hat 2008 die Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages vorgelegt.[13] Seit 1998 erstellt der Europarat eine laufend aktualisierte Bestandsaufnahme der Kulturpolitiken seiner Mitgliedsstaaten (16. Auflage 2015).[14] Hier finden sich auch umfangreiche Datensammlungen zu den für eine kulturpolitikwissenschaftliche Analyse benötigten Grunddaten für population trends; participation; cultural markets and trade; employment; public funding for culture[15] sowie zu den Stichpunkten Cultural Diversity, Intercultural Dialogue, Intercultural Cities, Status of the Artists, Int. Cultural Cooperation, Cultural Rights & Ethics, Cultural Participation, Socio-economic Impact of Culture, Multi-stakeholder Governance, Regional Cultural Policies, Digitisation and Culture.[16] Wesentlichen Anteil am Compendium hat Andreas Johannes Wiesand, der Direktor des in Bonn belegenen European Institute for Comparative Cultural Research (ERICarts). Gemeinsam mit Karla Fohrbeck war er 1972 Gründer und bis 2008 Direktor des aus einem Institut des Spiegel hervorgegangenen Zentrum für Kulturforschung (ZfKf). Dessen »Künstlerreport« hatte große Bedeutung für die Entwicklung des Künstlersozialversicherungsgesetzes.

scientific community

»Vermutlich«, schreibt 2007 Max Fuchs, damals Vorsitzender des Deutschen Kulturrats und Direktor der Akademie Remscheid, »ist unter allen denkbaren Politikfeldern der Bereich der Kulturpolitik derjenige, der am wenigstens über eine (politik-) wissenschaftliche Theoriebildung verfugt. Das bedeutet nicht, daß das gesamte Feld unreflektiert seine Praxis betreibt (obwohl man durchaus einen gewissen Praktizismus feststellen muß). Es gibt vielmehr viele Reflexionen über Kunst, Kultur, Politik und Bildung. Es gibt durchaus auch Debatten darüber, wohin sich unsere Gesellschaft bewegt. Was allerdings fehlt, ist eine identifizierbare scientific community mit eigenen wissenschaftlichen Publikationsorganen, vielleicht sogar mit widerstreitenden Schulen und Anhängern, so daß jeder, der sich forschend und schreibend auf dieses Feld begibt, zur Zeit eine eigene Tradition begründen kann.«[17] Klaus von Beyme resümiert für sein Fach Politikwissenschaft: »Das Politikfeld ‚Kunst und Kultur’ spielt […] eine marginale Rolle«.[18] Auffällig ist das Mißverhältnis zwischen der Fülle an europaweit gesammelten empirischen Daten und dem Fehlen induktiver Theoriegewinnung aus eben diesen Daten.

Kulturpolitikwissenschaften sind insbesondere in Japan mit einer ganzen Reihe von Lehrstühlen und einer aktiven Kulturpolitischen Gesellschaft ausgebildet worden.

Finnland, das in Jyväskylä bereits 1987 Kurse in Cultural Administration und 1991 zu Cultural Management anbot, hat 1990 ein Doktorandenprogramm etabliert und 2000 ein Master's Degree Programme in Cultural Policy[19].

Frankreich unterhält entsprechend der exzeptionellen Rolle von Kulturpolitik auch für die Francophonie[20] und seinem deutlich höheren Aufwand für öffentlich getragene Kulturpolitik als beispielsweise in Deutschland eine eigene Forschungsabteilung innerhalb des Ministère de la Culture et de la Communication[21] und in Grenoble das Observatoire des politiques culturelles, das unter anderem in Zusammenarbeit mit der Université Stendhal-Grenoble 3[22] arbeitet. Masterstudiengänge bieten an neben anderen die Université Paris Diderot-Paris 7[23], die Université de Pau et des Pays de l’Adour einen Master valorisation des patrimoines et politiques culturelles territoriales[24], die Université Lyon in Verbindung mit der Kunsthochschule Belgrad einen Master 2 Management et Politiques Culturelles dans les Balkans,[25] die Universität Nantes einen Master Médiation culturelle et communication internationale.[26]

Kulturpolitikwissenschaften im angelsächsischen Raum

„Kultur“ in der deutschen, der italienischen, der russischen und damit auch der polnischen, tschechischen oder armenischen Sprache und seit Malraux auch in der französischen bedeuten etwas grundhaft Verschiedenes von „culture“, das eben kein Pendant in der englischen Sprache zu „Kultur“ ist. Ebenso wenig wie „sciences“ „Wissenschaften“ bedeutet, sondern seit 1833 nur ein schmales Segment derselben darstellt. Im übrigen ist das dem kulturpolitischen Selbstverständnis des angelsächsischen Raums zugrundeliegende Arms-Length-Principle mit der kontinentaleuropäischen Auffassung von Daseinsfürsorge nur bedingt vergleichbar. Die englischsprachige Wikipedia macht beim Lemma Cultural policy auf die beträchtlichen terminologischen Schwierigkeiten aufmerksam. Es sei „a field of academic inquiry that grew out of Cultural Studies in the 1990s. It grew out of the idea that cultural studies should not only be critical, but also try to be useful.” Wikipedia verweist weiter auf die Cultural Institutions Studies „(a translation of the German term Kulturbetriebslehre)“ und die Public humanities, die eine Art Cultural Politics Research darstellen. Das Fachmagazin Cultural Politics wiederum „explores precisely what is cultural about politics and what is political about culture by bringing together text and visual art that offer diverse modes of engagement with theory, cultural production, and politics.”[27] Daß man in Australien unter australischen “Cultural Policy Studies” solche zur Governmentality Foucaults versteht, schildert Sterne.[28]

Gemessen an der Breite des angelsächsischen Raums und der Zahl seiner Primär- und Sekundärsprecher, ist das Feld der Kulturpolitikwissenschaften dort weniger stark etabliert, als man zunächst vermuten könnte. Dem hohen Anspruch von Max Fuchs genügt das von Oliver Bennett[29] vom Centre for Cultural Policy Studies der University of Warwick herausgegebene The European Journal of Cultural Policy (1994 - 1997) und heutige International Journal of Cultural Policy (1997 - current). Seine Herausgeber kommen zur knappen Hälfte aus dem UK (8), sowie aus Australien (2), USA (2) und Canada, Frankreich, Japan, Niederlande und Norwegen (2), bilden also die angelsächsische Community weitgehend ab. Diese ist im Bereich Kulturökonomie seit Jahrzehnten führend, [30]. Im kulturpolitikwissenschaftlichen Bereich zumindest nicht im gleichen Maße.

Kulturpolitikwissenschaften im deutschsprachigen Raum

In der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz kann man Kulturpolitikwissenschaften derzeit nicht als eigenständiges Fach studieren. Einige Lehrveranstaltungen werden angeboten, in der Regel als Teil von Kulturmanagement-Studiengängen. Die beiden einzigen explizit für Kulturpolitikwissenschaften berufenen Hochschullehrer im deutschsprachigen Raum sind Matthias Theodor Vogt[31] in Görlitz, 1994 Gründungsdirektor des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen[32] und 1997 Gründer des UNESCO-Studiengangs Kultur und Management B.A.[33] und M.A.[34] sowie Wolfgang Schneider[35] in Hildesheim, 1997 Gründungsdirektor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim[36] und seit 2012 Inhaber des UNESCO Chair in Cultural Policy for the Arts in Development[37]. Experte für kommunale Kulturpolitik ist Armin Klein, seit 1994 Professor für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement am Institut für Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Tasos Zembylas, Spezialist für staatlich-österreichische Kulturpolitik, ist Professor für Kulturbetriebslehre am Institut für Musiksoziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

jenseits und diesseits der advocacy

Außerhalb des akademischen Bereichs tätig – aber auch jenseits der advocacy, wie es im Amerikanischen heißt, der Akquise von Geld und Aufmerksamkeit aus einer betriebsgebundenen Perspektive – sind zahlreiche Akteure der Zivilgesellschaft, darunter insbesondere

  • die Evangelische Akademie Loccum mit ihren inzwischen 61 Kulturpolitischen Kolloquien[38] (seit 1977),
  • die 1983 von Willy Brandt begründeten „Kulturforen“ der SPD[39]
  • die von Norbert Lammert 2001 begründeten und stets geleiteten Potsdamer Gesprächen zur Kulturpolitik[40] der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung,
  • das SPD-nahe, im Zuge der Berlin-Bonn-Ausgleichsfinanzierung 1996 gegründete Institut für Kulturpolitik [41] der Kulturpolitischen Gesellschaft[42], der gemäß Selbstdarstellung „Bundesweiten Vereinigung kulturpolitisch interessierter und engagierter Menschen seit 1976“, mit seinem Jahrbuch für Kulturpolitik (seit 2000), den Kulturpolitischen Bundeskongressen (seit 2001) und dem Kulturpolitischen Informationssystem (revidiert 2008).

Diesseits der advocacy leistet unter Leitung von Olaf Zimmermann und Theo Geißler Politik und Kultur, die Zeitschrift des Deutschen Kulturrates, dem Spitzenverband der Bundeskulturverbände, eine im weltweiten Vergleich herausragende Arbeit, in die stets auch wissenschaftliche Impulse einfließen.

anthropologische Funktion der Kulturpolitikwissenschaften

Die anthropologische Funktion der Kulturpolitikwissenschaften, die mit den Mitteln der Wissenschaft zur Reflexion über die konstanten kulturellen Transformationen und über den Beitrag der Künste zum Dialog zwischen den Generationen beiträgt, hat implizit Gottfried Schatz herausgearbeitet: »Das Besondere an uns Menschen ist, daß wir zwei Vererbungssysteme besitzen – ein chemisches und ein kulturelles. Das chemische System besteht aus DNS-Fadenmolekülen und einigen Zellstrukturen und bestimmt, was wir sein können. Das kulturelle System besteht aus der Zwiesprache zwischen den Generationen und bestimmt, was wir tatsächlich werden. Unser chemisches System erhebt uns kaum über andere Säugetiere, doch unser kulturelles System ist in der Natur ohne Beispiel. Seine formende Kraft schenkt uns Sprache, Kunst, Wissenschaft und sittliche Verantwortung. Die Genauigkeit, mit der diese zwei Vererbungssysteme Wissen von einer Generation zur anderen tragen, ist hoch, aber nicht absolut. Übermittlungsfehler – sogenannte Mutationen – im chemischen System verändern unseren Körper und solche im kulturellen System unser Denken und Verhalten.«[43] So gesehen, sind wir alle Akteure von Kulturpolitik und bedürfen entsprechender reflexiver Unterstützung durch die Kulturpolitikwissenschaften.

Weblinks

Literatur

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  • Fuchs, Max (2015): Kunst, Kultur, Gesellschaft. Historische und systematische Zugänge. Wuppertal.
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  • Vogt, Matthias Theodor (2013b): Görlitz: Prolegomena to Studies in ‘Brain Gain through Culture in Middle Size Cities?’ Dipartimento di Studi dei Sistemi Economici Giuridici e Sociali, Università degli Studi del Sannio (Hrsg.): Il barometro sul valore della cittadinanza dell’Unione Europea. A cura die Rosanna Meoli. Benevento 2013. Dito Osaka 2013h, Pécs 2013f.
  • Vogt, Matthias Theodor (2012g) unter Mitwirkung von Kreck, Vladimir und den Fellows des Collegium Pontes Görlitz-Zgorzelec-Zhořele: Empfehlungen zur Stärkung der sorbischen Minderheit durch Schaffung eines abgestimmten Selbstverwaltungs-, Kooperations-, Projekt- und Institutionenclusters. Europäisches Journal für Minderheitenfragen Vol. 5 No. 4. Wien 2012b. [3].
  • Vogt, Matthias Theodor (2012d) unter Mitwirkung von Ehrlicher, Isabell; Laïk, Amandine; Eisner, Carolin; Großmann, Ulf: Altötting. Stärkung der kulturellen Infrastruktur als Beitrag zu einer aktiven Innenstadt. Görlitz 2012d. [Sonderdruck, 266 Seiten; http://kultur.org/Doi101696/vogt-2012b.pdf].
  • Vogt, Matthias Theodor (2012c); Großmann, Ulf: Szenarien-Entwicklung in der Haushaltsplanung der Stadt Pforzheim für das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim. Görlitz 2012. [Sonderdruck, 334 Seiten; http://kultur.org/Doi101696/vogt-2012c.pdf].
  • Vogt, Matthias Theodor (2012a) unter Mitwirkung von Ehrlicher, Isabell; Laïk, Amandine; Eisner, Carolin; Großmann, Ulf: Kultur für Landberg. Stärkung der Innenstadt durch Aufwertung der kulturellen Infrastruktur sowie Erhalt und Entwicklung der einschlägig genutzten Baudenkmäler. Görlitz 2012e. [Sonderdruck, 415 Seiten; online: http://kultur.org/Doi101696/vogt-2012a.pdf].
  • Vogt, Matthias Theodor (2010); Sokol, Jan; Bingen, Dieter; Neyer, Jürgen; Löhr, Albert (Hrsg.): Minderheiten als Mehrwert. In: Schriften des Collegium Pontes, Band VI. Verlag Peter Lang Frankfurt/Main etc. 2010. [Einzelbeiträge auch online unter http://kultur.org/publikationen/cp].
  • Vogt, Matthias Theodor (2010): What is Cultural Policy? In: Emil Orzechowski et al. (Hrsg.): Vol. III (3) Culture management. Kulturmanagement. Zarządzanie kulturą, Krakau 2010. S. 15-39. [online: http://kultur.org/Doi101696/vogt-2010l.pdf]. -Was ist Kulturpolitik? [deutsche Fassung] S. 113-136. Czym jest polityka kulturalna? [polnische Fassung] S. 213-237.
  • Vogt, Matthias Theodor (2009g): Was wir nicht wissen können und dennoch wissen müssen. Kulturpolitik als Ertüchtigung des Imaginärsinnes. In: Matthias Theodor Vogt, Jan Sokol, Beata Ociepka, Detlef Pollack, Beata Mikołajczyk (Hrg.): Die Stärke der Schwäche. Schriften des Collegium Pontes Band III. Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien, 2009. S. 219-232. [online: http://kultur.org/vogt3]
  • Vogt, Matthias Theodor (2009e) unter Mitarbeit von Philipp Bormann und Vladimir Kreck: Kann Kultur grenzüberschreitende Solidarität evozieren? Potentiale und Problematik eines trinationalen Kulturverbundes Neiße | Nisa | Nysa. In: Matthias Theodor Vogt, Jan Sokol, Beata Ociepka, Detlef Pollack, Beata Mikołajczyk (Hrg.): Bedingungen europäischer Solidarität. Schriften des Collegium Pontes Band I. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main etc. 2009. S. 151-198. [online: http://kultur.org/vogt-3]
  • Vogt, Matthias Theodor (2009); Kreck, Vladimir; unter Mitwirkung zahlreicher internationaler Fellows des Collegium Pontes Görlitz-Zgorzelec-Zhořelec: Gesamtkonzept zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur, Teil II: Empfehlungen zur Stärkung der sorbischen Minderheit durch Schaffung eines abgestimmten Selbstverwaltungs-, Kooperations-, Projekt- und Institutionenclusters. Im Auftrag der Stiftung für das sorbische Volk erarbeitet am Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen. Görlitz, 2009 [4].
  • Vogt, Matthias Theodor (1998): Was soll ein Bundeskulturminister tun? Perspektiven der Kulturpolitik in Deutschland. Dresden 1998. Ders.: Perspektiven der Kulturpolitik in Deutschland [Nachdruck]. In: bühnengenossenschaft. Hrsg.: Hans Herdlein im Auftrag der Genossenschaft der Deutschen Bühnenangehörigen. Hamburg. Teil I Heft 6-7/1998. S. 15 – 21; Teil II Heft 5/1999, S. 16 – 18; Teil III Heft 6-7/1999, S. 15 – 17.
  • Vogt, Matthias Theodor (1994): Kulturräume in Sachsen, eine Dokumentation. Mit einer photographischen Annäherung von Bertram Kober und dem Rechtsgutachten von Fritz Ossenbühl. Kulturelle Infrastruktur Band I, Universitätsverlag Leipzig, 1. Aufl. 1994, 2. erw.Aufl. 1996, 3. Aufl. 1997.
  • Wagner, Bernd (2009): Fürstenhof und Bürgergesellschaft. Zur Entdeckung, Entwicklung und Legitimation von Kulturpolitik. Essen
  • Wostrak, Annette: Kooperative Kulturpolitik. Strategien für ein Netzwerk zwischen Kultur und Politik in Berlin. Studien zur Kulturpolitik. Cultural Policy, hrsg. v. Wolfgang Schneider, Band 6, Frankfurt am Main 2008
  • Zembylas, Tasos (1996): Kunstfreiheit in den liberalen Wohlfahrtsstaaten und speziell in Österreich. In: Koller, Peter (Hg.), Aktuelle Probleme der politischen Philosophie, Kirchberg a. W.: Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, 327-334.
  • Zembylas, Tasos (2000): Aufgaben und Komplexität einer umfassenden Kulturpolitik. In: Steirische Kulturinitiative (Hg.), Schafft Kultur neue Arbeit? Analysen, Praxis, Perspektiven, Wien, 42-54.
  • Zembylas, Tasos (2006): Good Governance und die österreichische Kulturförderungsverwaltung. Ist-Analyse und Visionen über eine andere Verwaltungskultur. Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft. Schwerpunktthema: Kultur und Demokratie, 3, 255-27
  • Zembylas, Tasos (Hg.) (2000): Kunst und Politik – Aspekte einer Problematik. Innsbruck
  • Zembylas, Tasos / Tschmuck, Peter (Hgg.) (2005): Der Staat als kulturfördernde Instanz, Innsbruck
  • Zimmermann, Olaf (mit Gabriele Schulz): Traumberuf Künstler, 2002
  • Zimmermann, Olaf (mit Gabriele Schulz): Zukunft Kulturwirtschaft. 2009.
  • Zimmermann, Olaf (mit Gabriele Schulz): Der WDR als Kulturakteur – Anspruch • Erwartung • Wirklichkeit. 2009.
  • Zimmermann, Olaf: Kulturpolitik auf den Punkt gebracht: Kommentare und Begriffe von Olaf Zimmermann (Aus Politik & Kultur Band 12), Berlin 2014

Einzelnachweise

  1. Clausewitz, Carl von (1980): Vom Kriege [Auswahl]. Hg. Ulrich Markwedel. Stuttgart.
  2. Schmitt, Carl (1995): Theorie des Partisanen. Zwischenbemerkung zum Begriff des Politischen. Berlin.
  3. Ein Siebtel der Menschen Europas, gut 100 Millionen, gehört nicht zur jeweiligen nationalen Mehrheit, sondern zu einer sprachlichen oder ethnischen Minderheit. Die Mehrheit dieser autochthonen Volksgruppen ist durch Grenzziehung entstanden und verfügt über einen kin-state, einen Mutterstaat; man denke an Südtirol und Österreich.
  4. Wagner, Richard: Rede zur Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses (22. Mai 1872). In: Gesammelte Schriften und Dichtungen. Band IX. Leipzig 1873, S. 392.
  5. Lepenies verweist auf Fontane 1871 und Bethmann Hollweg, der 1913 in seinem bekannten Brief an Lamprecht auf eine »Kulturpolitik großen Stils« dringt. Lepenies, Wolf: Kultur und Politik. Deutsche Geschichten. Bonn ²2006. Bes. Kapitel III „Deutscher Geist und Deutsches Reich“. S. 24f.- Zu einigen Hinweisen auf die Vorgeschichte des Begriffs als „Culturpolicey“ vgl. Bernd Wagner: Das Stichwort. Kulturpolitik (1). Der Begriff. In: Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 110, III/2005.
  6. Aufruf und Leitsätze der Deutschen Zentrumspartei 1918; Görlitzer Programm der SPD 1921, Heidelberger Programm der SPD 1925, Deutsche Staatspartei Manifest 1930. Abgedruckt in Wilhelm Mommsen: Deutsche Parteiprogramme. München 1960.- Eine Ausnahme bildete nur die extreme Rechte.
  7. Becker, Carl Heinrichs: Kulturpolitische Aufgaben des Reiches. Eine dem Verfassungsausschuß der Nationalversammlung vorgelegte Denkschrift. Leipzig 1919. Vgl. zum zeitgeschichtlichen Zusammenhang der Trennung von Unterricht und Kirche den editorischen Bericht in Ernst Troeltsch: Kritische Gesamtausgabe: Hrsg. v. Graf, Friedrich Wilhelm / Albrecht, Christian / Drehsen, Volker / Hübinger, Gangolf / Rendtorff, Trutz. Band 15: Schriften zur Politik und Kulturphilosophie (1918-1923). Hrsg. v. Gangolf Hübinger in Zusammenarb. mit Johannes Mikuteit. Berlin, New York 2002. Beckers Vorschlag einer Reichskulturbehörde sowohl für die innere wie die äußere Politik unter Zusammenfassung der verschiedenen Ressortreferate zeigt Spuren bis in die aktuelle Bundespolitik.
  8. Herders Staatslexikon. Unter Mitw. zahlr. Fachleute hrsg. im Auftr. der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft im katholischen Deutschland von Julius Bachem. Bd. III, 5. Aufl., Freiburg i. Br. 1929, Spalte 693.
  9. Carlo Schmid im Parlamentarischen Rat, 8. September 1948. Vgl. Hertfelder, Thomas; Jürgen Hess (Hrsg.), Streiten um das Staatsfragment. Theodor Heuss und Thomas Dehler berichten von der Entstehung des Grundgesetzes. Mit einer Einleitung von Michael F. Feldkamp, bearb. von Patrick Ostermann und Michael F. Feldkamp, (= Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Wissenschaftliche Reihe, Bd. 1), Stuttgart 1999.
  10. Der Beitrag der Kirchen und Religionsgemeinschaften zum kulturellen Leben in Deutschland. Gutachten des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen im Auftrag der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestages vorgelegt von Prof. Dr. Matthias Theodor Vogt, Görlitz. Publiziert im Anhang zu: Deutscher Bundestag (Hg.): Kultur in Deutschland. Schlußbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages. Regensburg 2008.- Vgl. Vogt, Matthias Theodor: Ansätze einer Kirchenkulturökonomie. Der Beitrag der Kirchen für das kulturelle Leben in Deutschland. In: Deutscher Kulturrat (Hrsg.): Politik und Kultur. Heft 02-08, März-April 2008. Berlin 2008, S. 12. online: [1].
  11. Schweizerische Eidgenossenschaft, Eidgenössisches Departement des Inneren, Bundesamt für Statistik: Kulturverhalten in der Schweiz. Erhebung 2008. Neuchâtel, 2010.
  12. Vgl. zu Frankreich, Österreich, Europäische Union u.a. Donnat, O.: Les Pratiques culturelles des Français. Enquête 1997, La documentation française, Paris 1998. IFES Institut für empirische Sozialforschung: Kultur-Monitoring. Bevölkerungsbefragung, Wien 2007. EUROSTAT: Die Beteiligung der Europäer an kulturellen Aktivitäten. Eine Eurobarometer-Befragung im Auftrag der europäischen Kommission, Brüssel 2002. Europäische Kommission: European cultural values. Special Eurobarometer 278, Brüssel 2007
  13. Deutscher Bundestag (Hg.): Kultur in Deutschland. Schlußbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages. Regensburg 2008
  14. http://www.culturalpolicies.net/web/countries.php
  15. http://www.culturalpolicies.net/web/statistics.php
  16. http://www.culturalpolicies.net/web/themes.php
  17. Fuchs, Max: Kulturpolitik. Elemente der Politik, herausgegeben von Hans-Georg Ehrhardt u.a. Wiesbayden 2007, S. 22.
  18. Beyme, Klaus von: Die Kunst der Macht und die Gegenmacht der Kunst. Studien zum Spannungsverhältnis von Kunst und Politik. Frankfurt am Main 1998. Hier: Kap. 1: Umriß einer Kunstpolitologie.
  19. https://www.jyu.fi/en/studywithus/programmes/culturalpolicy
  20. http://www.culture.gouv.fr/nav/index-dt.html
  21. http://www.culturecommunication.gouv.fr/Politiques-ministerielles/Etudes-et-statistiques
  22. http://www.u-grenoble3.fr/version-francaise/formations/politiques-culturelles-approche-historique-et-ideologique-76185.kjsp
  23. http://www.univ-paris-diderot.fr/sc/site.php?bc=formations&np=INSCRIPTSPECIAL?NS=846
  24. http://master-cas.univ-pau.fr/live/vppct
  25. http://www.univ-lyon2.fr/master-2-management-et-politiques-culturelles-dans-les-balkans-262648.kjsp
  26. https://www.univ-nantes.fr/SI00112/0/fiche___formation/
  27. https://www.dukeupress.edu/Cultural-Politics
  28. Sterne, Jonathan: Cultural Policy Studies and the Problem of Political Representaion. The Communication Review, 5:59-89, 2002.
  29. http://www.tandfonline.com/action/journalInformation?show=editorialBoard&journalCode=gcul20#.VreNcED4hSE
  30. kritisch hierzu https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Bendixen_%28%C3%96konom%29 u.a. Das verengte Weltbild der Ökonomie - Zeitgemäß wirtschaften durch kulturelle Kompetenz, Darmstadt 2003; Der Traum vom Wohlstand der Nationen. Kritik der ökonomischen Vernunft, Wien 2005; Einführung in die Kunst- und Kulturökonomie. Wiesbaden 2001.
  31. http://f-mk.hszg.de/fakultaet/professorinnen/professorinnen/article/prof-dr-phil-dr-habil-matthias-theodor-vogt.html
  32. www.kultur.org
  33. http://f-mk.hszg.de/studiengaenge/kultur-und-management-bachelor.html
  34. http://f-mk.hszg.de/studiengaenge/kultur-und-management-master.htm
  35. https://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/team/schneider/
  36. https://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/
  37. http://www.unesco.org/en/university-twinning-and-networking/access-by-region/europe-and-north-america/germany/unesco-chair-in-cultural-policy-for-the-arts-in-development-978/
  38. http://www.loccum.de/programm/p1608.html
  39. https://www3.spd.de/spd_organisationen/kulturforum/
  40. http://www.kas.de/wf/doc/kas_6571-544-1-30.pdf?050509141113
  41. http://www.kupoge.de/institut.html
  42. http://www.kupoge.de/index.htm
  43. Gottfried Schatz: Jenseits der Gene. Essays über unser Wesen, unsere Welt und unsere Träume. 4. Auflage, Zürich 2012




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