FANDOM


Als Krisenvorsorge (und auch Kriegsvorsorge) bezeichnet man das Anlegen von Vorräten und die Beschaffung von Hilfsmitteln, die das Leben und die Gesundheit in oder vor der Entstehung einer Krisensituation sicherstellen. Alle Maßnahmen, die getroffen werden, dienen der Selbsthilfe, um die Zeit zu überbrücken, bis die Maßnahmen der staatlichen Organe angelaufen sind. Durch die Einlagerung von Lebensmitteln, Batterien, Wasserfiltern, Kurbelradio, Arzneimitteln, persönlichen Unterlagen (Ausweise, Urkunden u. s. w.), wie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfohlen wird, wird so ein Vorrat für 14 Tage angelegt.[1]

Hinweise für die Vorratshaltung (Wörtlicher Auszug aus der Website des BBK):

Ernährungsnotfallvorsorge in Sachsen

Ernährungsnotfallvorsorge in Sachsen

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.

  • Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.
  • Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.
  • Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.
  • Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.
  • Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.
  • Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.
  • Neu gekaufte Vorräte gehören nach „hinten“ ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.
  • Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.
  • Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost – z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.
  • Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!

Krisensituationen

Konkrete und abstrakte Gefahren durch kritische Infrastrukturen:[2]

  • Nicht vom Menschen verursachte Gefahren, wie z. B. Stürme, Hochwasser, Dürren, Erdbeben, Erdrutsche, Epidemien, Pandemien, Extremniederschläge oder Missernten.
  • Durch Menschen verursachte Gefahren wie z. B. Stromausfälle, Unfälle, nukleare Wolken, Terrorismus, Bürgerunruhen, Kriege, Finanzcrashs, Hausbrände oder Sabotage.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Empfohlen wird ein Vorrat für 14 Tage.
  2. Selbstschutz – Wikipedia
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.