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Die Konversationsmaxime der Qualität ist eine der vier von Paul Grice aufgestellten Konversationsmaximen. Sie soll den Qualitätsanspruch eines Gesprächs verschiedener Kommunikationspartner regeln. Dazu gehören unter anderem die Richtigkeit von Gesprächsbeiträgen seitens des Sprechers. Dazu gehört auch die richtige Wahl von Quellen. Somit soll gewährleistet werden, das keine Beiträge, die falsch sind oder für die es nicht ausreichend Beweise gibt, in einem Gespräch auftauchen. Die Maxime lautet demnach:

„Sage nicht, wovon du denkst, dass es nicht wahr ist.“

„Sage nicht, wofür du nicht ausreichen Gründe/Beweise hast.“

Beispiele

In folgendem Abschnitt werden Beispiele für die richtige Anwendung der Konversationsmaxime der Qualität aufgeführt und erläutert.

„Max hat zwei Schwestern.“

In diesem Fall handelt es sich um eine fundierte Aussage. Der Sprecher, der die Worte spricht, ist sich der Richtigkeit dieser bewusst. Es ist keine Vermutung oder Frage. Die Kommunikationsmaxime der Qualität ist somit beachtet.

„Heute regnet es.“

Auch bei dieser Aussage ist die Konversationsmaxime der Qualität eingehalten. Der Sprecher dieses Satzes sagt dies, weil er sich der Richtigkeit der Aussage sicher ist. Außerdem kann durch einfaches Nachschauen die Richtigkeit der Aussage überprüft werden, womit die durch die Maxime aufgestellte Pflicht des Beweises auch erfüllt wurde.

„Diese Schuhe kosten 69€.“

Diese Aussage ist ebenfalls maximenkonform. Es handelt sich nicht um einen Vorschlag oder eine Vermutung, sondern um einen feststehenden Preis.

Missachtung der Maxime

In folgendem Abschnitt werden Beispielaussagen behandelt, die die Konversationsmaxime der Qualität missachten.

„Königin Victoria ist aus Stahl“

Diese Aussage missachtet die Konversationsmaxime der Qualität. Die erwähnte Königin besteht nicht in Wirklichkeit aus Stahl. Die Aussage der Spruches ist beispielsweise, dass sie gefühlskalt ist. Trotzdem kann diese Aussage irreführend sein. Persönliche Meinungen oder Gefühle sollten in einem sachlichen Gespräch also nicht vorkommen, da diese missverstanden werden können.

Person 1: „Ich habe einen Doktortitel.“
Person 2: „Und ich bin der Kaiser von China!“

Auch diese Aussage missachtet die Qualitätsmaxime der Konversationsmaxime. Die Aussage von Person 2 ist weder wahr, noch kann sie diese beweisen. Seinen Unglauben hätte Person 2 anders ausdrücken sollen.

„Ich glaube, meine Mutter wird 40 dieses Jahr.“

Die Maxime der Qualität besagt, man solle keine Aussagen treffen, deren Richtigkeit nicht sicher ist. Glaube und Vermutungen jeglicher Art missachten deswegen diese Kommunikationsmaxime. Sie sind für das Erreichen des Gesprächziels nicht von Belang und können bzw. sollen deshalb ausgelassen werden.

Quellen

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