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Klaus-Peter Schwarz (* 1. März 1955 in Görlitz) ist ein deutscher Philosoph und Dichter.

Leben

Schwarz wurde als Sohn von Erna Lenski, die am Theater Görlitz arbeitete und Klaus Henke, dem späteren Generaldirektor der Interflug, der seinen Sohn zeitlebens verleugnete, geboren. Er wuchs bei seiner Mutter in Görlitz auf, legte 1973 sein Abitur an der EOS Görlitz ab und war danach kurze Zeit verheiratet mit Bärbel Schwarz. Im Jahr 1985 erfolgte die Heirat mit Sylvia S. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Florian (1985) und Linda (1990) hervor.

Schwarz studierte Philosophie an der Karl-Marx-Universität Leipzig und schloss das Studium als Dipl. Phil. 1977 mit einer Arbeit zu Ernesto Che Guevara ab. Anschließend war er Forschungsstudent und promovierte bei Dieter Uhlig mit einer Dissertationsschrift zum Thema „internationalistisches Bewusstsein" 1981.

Berufliche Stationen

Von 1980 bis 1982 war er Lehrer an der Theaterhochschule Hans Otto Leipzig, dann bis 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Künste der DDR. Es folgte eine Aspirantur in Leipzig für eine Promotion B zu Ernesto Cardenal. Die Dissertationsschrift konnte in den Wirren des politischen Umbruchs in der DDR nicht mehr verteidigt werden. Zeitgleich bestritt er die Redaktionsarbeit der Aktiva- Hefte des Liedzentrums an der Akademie der Künste. Ab 1989 war er bis zu dessen Auflösung Mitarbeiter im Ministerium für Kultur der DDR. Dann folgten Arbeitslosigkeit und Umschulung zum Marketing-und Kommunikationswirt. Von 1995 bis 2007 war Schwarz PR-Mitarbeiter der Landtagsfraktion der PDS bzw. Die Linke Sachsen. In dieser Zeit editierte er die verschiedenen Publikationen der Fraktion, insbesondere die Monatsschrift „Parlament von Links“. Bis 2000 produzierte er die Landeszeitung der PDS „Opp“. 2007 traf ihn eine schwere Krankheit und die daraus ab 2009 folgende Erwerbsunfähigkeit.

Klaus-Peter Schwarz war Mitglied im Schriftstellerverband der DDR, 1994 bis 2000 war er Mitglied des Landesvorstands der PDS Sachsen. Er engagierte sich im Antieiszeitkomitee 1990/92 und im Verein „Lied und soziale Bewegungen e.V.“

Werke

Schwarz begann als Lyriker. Dem folgten Lieder und Theaterstücke und erste Prosa. Des Weiteren entstanden in den achtziger Jahren Übersetzungen/Nachdichtungen (z.B. von Bob Dylan) und eigene Liedtexte für verschiedene Songgruppen und Interpreten. Veröffentlichungen erfolgten in den Literaturzeitschriften ndl und Temperamente. Weitere Veröffentlichungen entstanden im späten literarischen Undergrund der DDR: 1988 in „Bizarre Städte 2“ und 1989/90 in der Zeitschrift „Sondeur“. In einem Mitte der achtziger Jahre verfassten Essay „Kunst im menschheitlichen Aufstehen“ heißt es: „...Widerstand ist auch gegen den Sozialismus nötig...“ Schwarz begründet dies dort mit dem, wie er schreibt „kategorischem Imperativ eines Karl Marx“, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist..“(MEW 1/385) Weitere wissenschaftliche Arbeiten der achtziger Jahre waren: "Probleme der Struktur, der Funktion und der historischen Entwicklung des internationalistischen Bewusstseins der Arbeiterklasse" (Diss 1981), "Der Gott der Proletarier: Ernesto Cardenals Synthese von Politologie, Theologie der Befreiung und Marxismus als Herausforderung an das marxistisch-leninistische Denken" (Diss 1989)

Nach 1990: Arbeit für Theaterprojekte. Verschiedene Veröffentlichungen erfolgten zu Literatur, Politik und Kunst, u.a. in „Utopie kreativ“, im „Campo de Criptana“ und einigen Onlinezeitungen. In „Berliner Debatte INITIAL 2 /1999“ erschien der Artikel: „Gerhard Gundermanns Internationalhymnen eines anderen Deutschlands“ Für die Gruppe Quijote aus Chemnitz schuf er Liedtexte und Nachdichtungen.

Seit Ende der achtziger Jahre betrieb Klaus Peter Schwarz unter dem Label „DaDa Hoelz“ die Entwicklung eines umfassendes Kunstkonzeptes. Ursprünglich als ein programmatisches Synonym des Autors gedacht, entwickelte sich dieses zunehmend zu einem Kunstkonzept für das World Wide Web und war in diesem bis 2010 zu finden. Schwere Krankheit und ökonomische Probleme zwangen den Autor vorerst zur Einstellung dieses Projektes. Eine Reihe von Werken müssen deshalb heute als unveröffentlicht gelten. Derzeit erfolgt die Wiederaufnahme des Projektes unter http://dada-hoelz.europa.lc/dada%20hoelz/charly/charly30.html Zu diesem Projekt gehören u.a.:

Charlys Ideen - Marx für Kids (ein Kinderbuch 1996), Lambada auf dem Heldenfriedhof (Prosa 1994), Aschenbach (Roman), Wild-wild-web (Prosa), Die wirkliche Achse des Bösen – Ich (eine fiktive Biografie), Die Lyrikerin mit der Bombe (satirischer Roman), Die Hockzeit von Gomorra (Kriminalroman), Stalin-Orden (Prosa),

Schwarz' Werk folgt einer künstlerischen Konzeption, die sich – unabhängig vom herrschenden politischen System - als subversiv versteht. Im Sinne seiner Dissertationsschrift mit Ernesto Cardenal gesprochen: Kunst ist Subversiv. Schwarz verpflichtet seine Kunst auf den „kategorischen Imperativ“ von Marx. Sein Werk steht in der geistesgeschichtlichen Tradition der Enrages und Jacques Roux, sowie der kritisch-philosophischen Weltanschauung Heinrich Heines. Schwarz verbindet die Anstrengung des Begriffs mit der Tiefenschärfe der Metapher. Er ist als Dichter Philosoph und als Philosoph Dichter.

Publikationen

  • 1979: Die Lieder des Thyl Ulenspiegel (UA an der Politischen Bühne Dresden (Schicht-Theater))
  • 1982: Poesiealbum Nr. 174
  • 1984: Hexenprozess (Prosa, in Temperamente 2/1984 )
  • 1989: Mein Teil vom Spalier, Berlin Verlag, Berlin 1989
  • 1990 Du darfst nicht vor der Witwe sterben (Kabarettstück),
  • 1992 Die große Katzenmusik (Musical) Musik Klaus Schäfer,
  • 1994 Buisinesspark (UA),
  • 1995 Batman im Märchenland,
  • 1996 Alice im Wunderland,
  • 2000 Count down y to k (Programm).



Fairytale kdmconfig Profil: Schwarz, Klaus-Peter
Beruf deutscher Philosoph und Lyriker
Persönliche Daten
Geburtsdatum 1. März 1955
Geburtsort Görlitz
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