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Die Karl-Kloß-Jugendbildungsstätte ist eine Jugendbildungsstätte in Stuttgart, der Wirkungsstätte von Karl Kloß. Sie wird vom Trägerverein Karl-Kloß-Jugendbildungsstätte Stuttgart e.V. unterhalten. Das Haus wird überwiegend für Bildungsarbeit von Jugendverbänden genutzt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gewerkschaftlicher Jugendarbeit

Geschichte

Ursprünglich wurde das Haus durch die Nationalsozialisten als Schießhaus eines NS Freizeitheimes errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs waren am heutigen Standort der angrenzenden Hugo-Kunzi-Halle Zwangsarbeiter gefangen gehalten. So waren dort ab dem Jahr 1943 375 italienische Militärinternierte untergebracht, welche unter anderem der Robert Bosch GmbH als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden.[1]

Nach der Befreiung von der Nazi-Herrschaft war das Haus Teil der Rückerstattung und Entschädigung der Gewerkschaften, für das durch die Nationalsolzalisten enteignete Gewerkschaftsvermögen und die Verfolgung von Gewerkschaftern. Der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) als neuer Nutzer sollte gleichzeitig die Demokratie (im Betrieb) stärken.

In den nachfolgenden Jahrzehnten wurde das Haus vorwiegend als Bildungsstätte für die politische Jugendarbeit genutzt.

Mitte der 1990er Jahre sollte die Jugendbildungsstätte geschlossen und das Haus verkauft werden. Doch gewerkschaftliche Haupt- und Ehrenamtliche verständigten sich darauf, das Haus für die gewerkschaftliche Jugendarbeit erhalten zu wollen. Um den Weiterbetrieb zu gewährleisten, wurde der Trägerverein Karl-Kloß-Jugendbildungsstätte Stuttgart e.V. gegründet, auf welchen die Bildungsstätte überging.

Ziel des Vereins ist, das Haus weiterhin als Bildungsstätte zu betreiben und damit die Jugendbildungsarbeit in Baden-Württemberg zu fördern.[2]

Ausstattung

Die Jugendbildungsstätte verfügt heute über zwei Seminarräume für ca. 30 bzw. 15-20 Personen, welche mit dem aktuellen Standard ausgestatten sind. Ergänzt werden diese durch mehrere Gruppenarbeitsräume. Die Unterbringung der Gäster erfolgt in 15 Doppel- und zwei Einzelzimmern. Ein integrierter Küchenbetrieb sorgt für die entsprechende Verpflegung. Für die Freizeitgestalltung stehen Möglichkeiten für Volleyball, Badminton, Tischtennis, Fußball und ein Partykeller zur Verfügung.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Stuttgart"; Herausgeber: IG Metall Stuttgart, VVN-BdA Stuttgart und Interessengemeinschaft der ehemaligen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen unter dem Naziregime im Dezember 1997
  2. http://www.kkj-stuttgart.de/wir/geschichte.html
  3. http://www.kkj-stuttgart.de/kkj/
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