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Kampf gegen das Bünzlitum (kurz: KGB) ist ein bitterböses Kartenspiel für 3 bis 10 erwachsene Personen. Es ist eine schweizer Hommage an das in Amerika beliebte Spiel Cards against Humanity. Bünzli ist in der Schweiz ein Synonym für Spießbürger.

Entwickelt und gestaltet wurde das Spiel von der Luzerner Grafikdesignerin Angela Vögtli, welche es im Jahr 2015 erfolgreich über die Crowdsourcing-Plattform Kickstarter lancierte.[1]

«Kampf gegen das Bünzlitum» besteht aus 600 Spielkarten (150 Fragekarten in rot und 450 Antwortkarten) und ist 1.7 Kilo schwer. Es kombiniert Schweizer Eigenheiten (z. B. Röstigraben, Olma-Bratwurst) und Promis (z. B. Göla, Blocher, Anja Zeidler) mit ekligen und fiesen Karten (z. B. Atomare Explosionen).

Spielregeln

Spielvorbereitung

Auf der Tischmitte wird je ein verdeckter Stapel mit roten und weissen Karten aufgestellt. Jeder Spieler schnappt sich acht weisse Karten. Der gemeinste Spieler (die Entscheidung liegt beim Besitzer des Spiels) zieht eine rote Karte und übernimmt so die Funktion des Rundenbosses.

Basis-Regeln

Der Rundenboss liest seine rote Karte laut vor. Nun wählt jeder Spieler aus seiner Hand die lustigste und inkorrekteste Antwort und übergibt diese verdeckt dem Rundenboss. Bei Fragekarten mit mehreren Lücken entspricht die Anzahl der auszuwählenden Karten (erstaunlicher­weise) der Anzahl der Lücken. Danach liest der Rundenboss alle erhaltenen Antworten vor und wählt seinen Favoriten aus. Der Gewinner erhält die rote Karte als Trophäe.

Alle Spieler füllen ihre Hand wieder auf, sodass jeder wieder acht weisse Karten hat. Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn ist der neue Rundenboss – das Spiel beginnt von vorne.

Karten tauschen

Statt eine Karte verdeckt dem Rundenboss auszuhändigen, darf ein Spieler auch alle Handkarten austauschen. Wird eine Hand getauscht, so setzt der Spieler diese Runde aber aus.

Auflagen

1. Auflage: März 2016, 1000 Exemplare, Kickstarter-Version mit den Namen der Unterstützer auf der Schachtel
2. Auflage: Juni 2016, 3000 Exemplare, mit 20 aktualisierten Antwortkarten

Geschichte

Das Spielprinzip von „Kampf gegen das Bünzlitum“ wurde zum ersten Mal beim 1999 publizierten Spiel Apples to Apples von Mattel eingesetzt. Im Jahr 2004 wurde es vom schweizer Spielentwickler Urs Hofstetter im familienfreundlichen Spiel Wie ich die Welt sehe verwendet. Populär wurde es mit dem im Jahre 2010 über Kickstarter lancierten amerikanischen Spiel Cards against Humanity.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kampf gegen das Bünzlitum. Abgerufen am 13. Februar 2017 (Skriptfehler).
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