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Jerusalem, Hptst. von Israel, im Bergland von Judäa, 663.000 Ew.; Wallfahrtsort der Christen, Juden und Muslime. J. liegt auf einer wasserarmen Kalkhochebene. Die Altstadt (Weltkulturerbe) mit Ringmauer besteht aus dem christl. Viertel mit der Grabeskirche und der »Via Dolorosa«, der dt. ev. Erlöserkirche, vielen Klöstern, dem islam. Viertel mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg, dem jüd. und dem armen. Viertel. Die heilige Stätte der Juden ist die 400 m lange Westmauer des ehem. Tempels (Klagemauer). J. ist Sitz der beiden Oberrabbiner Israels, des Imams der Al-Aksa-Moschee und dreier christl. Patriarchen sowie religiöser Institute. J., schon im 19. Jh. v. Chr. erwähnt, wurde von David 1004 v. Chr. erobert und zur Hptst. seines Reichs gemacht, 587 von Nebukadnezar zerstört, später wieder aufgebaut, seit 63 v. Chr. römisch, 70 n. Chr. gänzlich zerstört, nach 135 wieder hergestellt. Seit 326 christlich, 637 von Arabern eingenommen. 1099 von den Kreuzfahrern erobert, dann Hptst. des Königreichs J. bis 1187 (Einnahme durch Sultan ↑Saladin); ab 1244 dauerhaft unter Herrschaft des Islam, zunächst Mamelucken, 1517–1917 türk., ab 1920 Hptst. des brit. Mandats Palästina. Nach dem 1. Israel.-Arab. Krieg (1948) Teilung der Stadt; die Neustadt wurde 1950 vom israel. Parlament zur Hptst. erklärt, im Sechstagekrieg (1967) erfolgte die Besetzung des jordan. Teils (Altstadt) durch Israel; im Juli 1980 erklärte die Knesset ganz J. zur Hptst. Israels. Der Status von J. ist eine der Kernfragen des Nahostkonflikts. J. wurde inzwischen von den USA als Hauptstadt Israels mit Verlegung seiner Botschaft im Jahr 2018 dorthin trotz internat. Proteste anerkannt.

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