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Irland, irisch Éire [ˈeːri], englisch Ireland [ˈaɪələnd], amtlich irisch Poblacht na h'Éireann [ˈpobləxt nə ˈheːrən], englisch Republic of Ireland [rɪˈpʌblik ɔf ˈaɪələnd], deutsch Republik Irland, Staat in Nordwesteuropa, nimmt den größten Teil der Insel Irland ein (das übrige Inselgebiet bildet Nordirland).

Die erste Amtssprache ist offiziell Irisch (eine auf das Keltische zurückgehende Sprache, die nur noch von wenigen Iren als Muttersprache gesprochen wird), die zweite Englisch. Rund 93 % der Iren sind katholisch. Die Wirtschaft wird hauptsächlich durch die Landwirtschaft bestimmt. Wiesen und Weiden (fast 85 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche) begünstigen die Viehzucht (Pferde, Rinder, Schafe und Geflügel). An Bodenschätzen sind Zink- und Bleierze sowie Torf und wenig Steinkohle vorhanden. Die Industrie produziert vor allem für den Export. Neben der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gibt es Wollgewebeherstellung, Montage von Kraftfahrzeugen und Maschinen, Chemiewerke sowie Betriebe der Computer- und Elektronikindustrie.

Geschichte

Um 500 v. Chr. wanderten die Kelten in das seit der Steinzeit besiedelte Irland ein. Im 5. Jahrhundert wurden die Iren christianisiert. Die hauptsächlich von Mönchen getragene irische Kirche (Blütezeit 6.–9. Jahrhundert) hatte einen wesentlichen Anteil an der Christianisierung Englands und des europäischen Festlands. 1171 begann die englische Eroberung Irlands. Die politischen Gegensätze wurden seit der Reformation durch religiöse verstärkt, da die Iren streng katholisch blieben, während England dem Protestantismus verpflichtet war. Mehrere Aufstände der Iren wurden blutig niedergeschlagen, z. B. 1649–51 durch Oliver Cromwell. Die Iren wurden politisch entrechtet. Hunger und Verelendung trieben sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer massenhaften Auswanderung (meist nach Nordamerika), taten allerdings der Massenbewegung zur Aufhebung der Union mit Großbritannien keinen Abbruch. 1921 wurde Irland als Freistaat Dominion; die sechs überwiegend protestantischen Grafschaften der Provinz Ulster wurden abgetrennt (Nordirland). 1937 wurde Irland ein souveräner Staat, 1948 schied es aus dem Commonwealth aus, 1973 trat es der Europäischen Gemeinschaft bei. 2010 wurde das von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise schwer getroffene irische Bankensystem zum Risikofaktor für die Stabilität der Eurozone. Irland musste bei den europäischen Partnerländern und dem IWF um Finanzhilfe nachsuchen. Seit 2013 wächst die Wirtschaft wieder. Staatspräsident ist seit 2011 Michael D. Higgins (* 1941).

Basisdaten

Irland, ein Inselstaat in Europa; Mitgliedschaft: EU u. UN; Amtssprache: Irisch u. Englisch; Hauptstadt: Dublin; Regierungssitz: Dublin; Staatsform: Parlamentarische Republik; Regierungssystem: Parlamentarische Demokratie; Staatsoberhaupt: Präsident; Regierungschef: Ministerpräsident; Fläche: 70.273 km²; Einwohnerzahl: Knapp 5 Mill.; Währung: Euro; Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich: 6. Dez. 1921; Nationalhymne: Amhrán na bhFiann; Nationalfeiertag: 17. Mär. (St. Patrick’s Day); Zeitzone: UTC±0 u. UTC+1 (Mär. bis Okt.); Kfz-Kennzeichen: IRL; Internet-TLD: .ie; Telefonvorwahl: +353.

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