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Hans Diessner (* 2. Dezember 1918 in Klum, Tschechoslowakei; † 2003 oder 2004) war ein Maler und Zeichner.[1]

Leben und Werke

Geboren und aufgewachsen in Klum, besuchte er 5 Jahre die Volks- und 3 Jahre die Bürgerschule. Schon als Schüler malte er seine ersten Bilder. Seine Lehrer rieten Ihm, auf der Kunstakademie in Berlin zu studieren. Da ihm das Geld fehlte, begann er im Anschluss an die Schulzeit eine 4 jährige Lehre als Schriftsetzer, die er 1937 erfolgreich beendete. Nach 2 Jahren Berufstätigkeit wurde er 1939, im Alter von 20 zum Wehrdienst einberufen und war Kriegsteilnehmer in verschiedenen Kriegsschauplätzen im Westen und Süden.

Während den Marschpausen, in der Zeit des Wehrdienstes, entstanden die ersten Bleistiftzeichnungen. Schnell hat sich sein Talent herausgestellt. Sein Kommandeur entdeckte seine Zeichenkünste und ließ ihn Geländeskizzen anfertigen. 1945 war er in amerikanisch und französischer Kriegsgefangenschaft. In diesem Jahr entdeckte er die Schönheit der Natur für sich und zeichnete die ersten Bilder aus seinem Gedächtnis an die Heimat. Im Jahre 1946 folgte die Vertreibung aus der Heimat nach Niederbayern. Hier entstanden erstmals Federzeichnungen. Des weiteren lernte er dort den bayerischen Kunstmaler K.A. Flügel kennen. 1954 erfolgte die Umsiedelung nach Köln.

Seit 1980 befasste er sich mit Aquarellen und verschiedenen Mischtechniken. Er selbst bezeichnete sich als Autodidakt. Bis zu seinem Tode hat er an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. Auch Einzelausstellungen waren keine Seltenheit.

Im Alter von 85 Jahren starb er in Folge einer rheumatischen Erkrankung. Die unterschiedlichen Techniken und Werke (Strichzeichnungen, locker hingesetzte Stadtansichten, Tore, Burgen und Kirchen) zeigen sein Talent und seinen Blick für das Detail. Die Landschaften, aber auch die zauberhaft duftigen Stillleben, in verschiedenen Mischtechniken geschaffen, fesseln auch heute noch die Betrachter zusehends. Einige Zeichnungen haben mittlerweile bereits dokumentarischen Wert, zum Beispiel das Wasserschloss Morken-Harff, welches etwa vor 40 Jahren für die Braunkohlegewinnung angefertigt wurde. Seine Zeichnungen haben bis auf wenige Ausnahmen das gleiche Format. Diese freiwillige Beschränkung schärfte ihm den Blick für das Wesentliche der Landschaft und Stadtansichten.

Einzelnachweise

  1. Kölnische Rundschau 23.07.1981
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