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Das Gebäude Groß-Berliner Damm 80 ist Teil einer ehemaligen Kaserne am Groß-Berliner Damm östlich des ehemaligen Flugplatzes Johannisthal in Berlin-Johannisthal. Das Gebäude wird heute als Bürozentrum genutzt. Ab 2013 war in dem Gebäude das Künstlerhaus Kunstkaserne Berlin beheimatet.

Geschichte

Das Gebäude Groß-Berliner Damm 80 wurde zunächst von der Wehrmacht und in der Folge von der Roten Armee und dem Ministerium für Staatssicherheit genutzt. Nach der Wende wurde es von 1993 bis 1999 von der Telekom genutzt und stand anschließend über zehn Jahre leer.[1] Das Gebäude ist (inklusive des Kellers) viergeschossig.

Kunstkaserne Berlin

Die Idee zur Weiternutzung der ab 1999 leerstehenden oberen Etage als Atelierhaus stammt von der Künstlerin Juliana da Costa José.[2][3] Die Eröffnung fand am 31. Januar 2013 statt.[4] Im Mai 2013 waren 80 der rund 100 Atelierräume zwischen 10 und 60 Quadratmetern an Künstler aus 20 Nationen vermietet.[5] Hundert Quadratmeter Fläche stehen für kollektive Ausstellungen zur Verfügung.[6] Zu den Artists in Residence gehörten zum Beispiel der argentinische Maler Lucas Tesoriero, der seine großformatigen Gemälde in einer Gruppenausstellung der Kunstkaserne zeigte, [7] sowie die schwedischen Künstlerinnen Elinore Lindén Strand,[8] Frida Isotalo und die italienische Videokünstlerin Silvia Camagni. Die Form des Gebäudes wurde im Logo des Kunsthauses abstrahiert aufgenommen. Die Journalistin Constanze Suhr nahm die KKB in ihrem im Juni 2013 herausgegebenen Buch über die Berliner Kunsthäuser auf.[9] Am 17. September 2013 berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg in einem knapp vierminütigen Beitrag in der Fernsehsendung zibb über das Projekt.[10]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kunst aus der Kaserne. WISTA-Management GmbH (Hrsg.): Adlershof Online, 30. April 2013, abgerufen am 31. Oktober 2016.
  2. Ralf Drescher: Neue Heimat für 80 Kreative am Groß-Berliner Damm. In: Berliner Woche, 10. Februar 2013 (online)
  3. "Kunstkaserne" fast ausgebucht. In: Berliner Morgenpost, 7. Februar 2013 (online)
  4. Kunstkaserne Berlin Adlershof öffnet. Staffeleien statt Strammstehen. adlershof.de, 31. Januar 2013.
  5. Janina Rieck: Die Kunstkaserne. In: Maulbeerblatt – Das Kulturmagazin für den Berliner Südosten, 23. Mai 2013, abgerufen am 1. November 2016.
  6. Kunst Kaserne Berlin, Collective Exhibition 31. Januar 2013
  7. Website von Lucas Tesoriero
  8. Elinore Lindén Strand, exhibition NO FEAR July 24 – 27, 2013 at KKB in Berlin-Treptow, Germany
  9. Constanze Suhr: Berliner Künstlerhäuser. 20 Jahre Atelierhaus Mengerzeile 1993–2013. Eigenverlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-041406-0, S. 116/117.
  10. Hendrikje-Marei Höfig: Kunst aus der Kaserne. RBB, 17. September 2013 (ARD Mediathek).
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