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Die Geweihaxt von Syltholm, einem Ort östlich von Rødbyhavn in Dänemark, fanden Archäologen im Zuge einer Grabung, die im Mai 2013 begann. Dieser Bereich war während der Mittel- und Jungsteinzeit mit Schilfrohr bewachsen. Bei der Ausgrabung wurden zahlreiche Werkzeuge und Knochen gefunden, die Menschen absichtlich in dieser Zone deponiert hatten.

Das Interesse der Forscher lag auf den ersten Jahrhunderten der Jungsteinzeit, in dieser Region etwa 4000 bis 3500 v. Chr.. Die Technologie für die neue, produzierende Lebensweise kam über Mitteleuropa nach Dänemark. Die Einheimischen Jäger und Sammler der Ertebølle-Kultur gaben ihre mittelsteinzeitliche Lebensweise jedoch nicht auf, sondern lebten in geomorphologischen Nischen als eine der steinzeitlichen Parallelgesellschaften am Rande der Landwirtschaft und Viehhaltung treibenden Zuwanderer der Trichterbecherkultur.

Die Geweihaxt gehört nicht zu den klassischen Werkzeugtypen der Jungsteinzeit in Dänemark, die aus den lokalen Materialien gefertigt wurden. Einige Werkzeugtypen in der Region Lolland werden als „fremd“ eingestuft. „Fremd“ und zentraleuropäischen Ursprungs sind z. B. die Schuhleistenkeile (dän. „skolæstøkser“) aus Hornstein. Diese Gegenstände stammen aus der Zeit vor der dänischen Jungsteinzeit. Ihr Auftreten in Dänemark zeigt die Verbindung zu Mitteleuropa.

Die schwere Axt aus Rothirschgeweih, die noch ein Fragment des ursprünglichen Schafts enthält, kann zwar nicht direkt auf einen mitteleuropäischen Ursprung zurückgeführt werden, aber das Design gibt einen Hinweis auf die Richtung des kulturellen Austausches.

Obwohl Geweihäxte in der Mittelsteinzeit aufkommen, sind sie noch in der Bronzezeit, jedoch als seltene Gerätschaften, präsent. Die einzigartige, als „T-förmige Geweihaxt“ bezeichnete Form ist gegen Ende der Mittelsteinzeit nur in Jütland und Norddeutschland, nicht jedoch auf den dänischen Inseln vertreten. Vermutlich kam das Artefakt über Fehmarn nach Lolland.

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