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Georgien, georgisch Sakartwelo, russisch Grusinien, Republik zwischen Kaukasus, Kleinem Kaukasus und Schwarzem Meer, mehrheitlich bewohnt von den christlichen (orthodoxen) Georgiern. Georgien ist ein Gebirgsland; nur knapp die Hälfte ist landwirtschaftlich nutzbar; angebaut werden vor allem Zitrusfrüchte, Wein und Tee. Maulbeerbaumkulturen sind die Grundlage einer Seidenraupenzucht. Nahrungs- und Genussmittel- sowie Textilindustrie sind wichtige Industriezweige. Bedeutend ist der Fremdenverkehr in den Badeorten am Schwarzen Meer und in den Kurorten mit Mineralquellen im Kaukasus.

Geschichte

Das erste georgische Reich entstand im 4. Jahrhundert; zur gleichen Zeit wurde auch das Christentum eingeführt. 1783 kam Georgien unter russische Schutzherrschaft, 1801 wurde es russische Provinz; 1918–21 war es unabhängig. Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1921 wurde das Land mit Armenien und Aserbaidschan zur Transkaukasischen Föderation zusammengeschlossen, 1936 wurde es Republik der Sowjetunion.

1991 erklärte Georgien seine Unabhängigkeit, 1994 wurde es Mitglied der GUS. In der Folge kam es unter der Präsidentschaft des ehemaligen sowjetischen Außenministers Eduard Schewardnadse (1992–2003) immer wieder zu blutigen innenpolitischen Machtkämpfen und Grenzkonflikten, die 1994 in einer weitgehenden Autonomie der Provinz Abchasien mündeten. Auch in Südossetien und Adscharien gab es starke Unabhängigkeitsbestrebungen, die immer wieder zu bewaffneten Konflikten führten. Das Südossetienproblem eskalierte 2008 in militärischen Auseinandersetzungen, die zur bewaffneten Intervention Russlands führten (»Kaukasus-Krieg«). In der Folge trat Georgien aus der GUS aus. Seit 2013 ist Giorgi Margwelaschwili (* 1969) Staatspräsident.

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