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Franken Region Uebersicht

Verbreitungsgebiet der Franken und ihrem ostfränkischen Dialekt

Als Franken bezeichnet sich die etwa 5 Millionen Menschen umfassende Bevölkerung der Region Franken in Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg, obwohl das Gebiet ursprünglich zum alemannisch-thüringischen Raum zählte und der Grad der Kolonisation durch den germanischen Stamm der Franken ab dem 6. Jahrhundert vermutlich eher gering war. Die Bevölkerungsgruppe spricht traditionell den ostfränkischen Dialekt, welcher fälschlich als fränkisch bezeichnet wird.

Geschichte

Zunächst von Kelten besiedelt, lag nach dem Niedergang des Römischen Reiches das heutige Franken im Spannungsfeld zwischen Thüringern und Alamannen. Den Franken fiel mit ihren Siegen über die Alamannen (um 507 n. Chr.) und Thüringer (529–534 n. Chr.) in ihren Kerngebieten auch die heutige Region Franken zu. Zunächst wurde sie nur lose dem Fränkischen Reich angegliedert. Allerdings lässt sich bereits im 6. Jahrhundert eine Besiedelung der Region durch Franken feststellen, die vor allem vom Untermain ausging. Im 7. Jahrhundert rückten fränkische Siedler dann bis an den Obermainbogen und die Regnitz vor. Kurz darauf, spätestens seit der Mitte des 7. Jahrhunderts begannen allerdings im Gegenzug auch Slawen die nordöstlichen Teile der Region von Osten her zu besiedeln. Der Großteil der Bevölkerung im behandelten Gebiet war bis weit ins Frühmittelalter heidnischen Glaubens. Die ersten, die versuchten den christlichen Glauben nachdrücklich zu verbreiten, waren irisch-angelsächsische Wandermönche. Bis etwa ins 8. Jahrhundert hatte die für das Reich immer wichtiger werdende Region noch keinen eigenständigen Namen. Ab dem 9. Jahrhundert wurde das Maingebiet als Ostfranken bezeichnet. Mit dem gleichen Namen wurde allerdings auch das gesamte ostfränkische Teilreich der Nachfolger Karls des Großen bezeichnet. Ab Mitte des 9. Jahrhunderts entstand das Stammesherzogtum Franken, das eines der fünf Stammesherzogtümer des Ostfränkischen Reiches war. Das heutige Franken umfasst jedoch nur den östlichen Teil des ostfränkischen Herzogtums Franken. Im Jahr 1500 wurde während der Regierungszeit Kaiser Maximilian I. das Reich im Zuge der Reichsreformbewegung in Reichskreise eingeteilt, was 1512 zur Entstehung des Fränkischen Reichskreises führte. Der fränkische Reichskreis, der – wie die anderen Kreise – bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 bestand, gilt aus heutiger Perspektive bisweilen als wichtige Grundlage für die Entstehung eines bis heute bestehenden fränkischen Gemeinschaftsgefühls in dieser ansonsten politisch sehr zergliederten Region. Zwar führten die Bischöfe von Würzburg den alten Titel der Herzöge von Franken fort, doch blieb dieser Führungsanspruch bedeutungslos. Stattdessen war Franken im späten Mittelalter und in der Neuzeit besonders stark von der Kleinstaaterei in Deutschland betroffen. So waren Nürnberg und Schweinfurt freie Reichsstädte, während die Gegenden um Würzburg und Bamberg als religiöse Hochstifter regiert wurden. Hinzu kamen mittelgroße Fürstentümer wie Ansbach und Bayreuth oder Kleinterritorien wie die Grafschaft Henneberg. Während der Reformation wurden große Teile der Bevölkerung evangelisch. Nur in den Territorien der Bistümer und des Deutschen Ordens konnte der katholische Glaube bestehen. Im 19. Jahrhundert fiel ein Großteil der fränkischen Territorien zum Königreich Bayern.

Weblinks

Einzelnachweise

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Belege???--Vollsonne (Diskussion) 14:52, 30. Dez. 2013 (UTC)
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