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Die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) ist eine Abteilung innerhalb des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung, unterstützt durch die Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD).

Geschichte/Aufgaben

Die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) wurde im Januar 2019 gegründet.[1] Der erste Direktor war bis Dezember 2019 Erhard Berneburg. Seit März 2020 leitet Klaus Douglass[2] die Arbeitsstelle.

Die Themen und Aufgaben der Arbeitsstelle umfassen neue Gemeindeformen, regiolokale Kirchenentwicklung, Sozialraumorientierung von Kirche und Diakonie, geistliche Gemeindebegleitung, diakonische Profilbildung, Digitale Kirche, Arbeit mit Glaubenskursen[3], die Begleitung des Fresh X-Netzwerks[4] und die Entwicklung von zeitgemäßen Formen der Kommunikation des Evangeliums. Bereits 2019 erschien der Atlas neue Gemeindeformen, der statistisch und inhaltlich neue Gemeindeentwicklungen in und neben der Parochialgemeinde innerhalb der EKD erfasst.[5] Die Studie wurde anlässlich der EKD-Synode 2019 in Dresden vorgestellt.[6] Die Arbeitsstelle midi will mit ihren Themen innovativ und kreativ im Zwischenraum von Kirche, Diakonie und freien Trägern missionarischer Arbeit agieren.

Besondere Arbeitsschwerpunkte liegen in der Spiritualität von Mitarbeitenden in Diakonie und Kirche, aber auch bei Fragen der Zugänglichkeit spiritueller Angebote für Klienten der Arbeit.[7] Des Weiteren bearbeitet die Arbeitsstelle die Frage nach Möglichkeiten der Kooperation von kirchlichen und diakonischen Angeboten in lokalen Zusammenhängen. Sie arbeitet an verschiedenen Konzepten diakonisch-kirchlicher Arbeit im Sozialraum und Wohnvierteln – Gemeinwesendiakonie[8] oder Sozialraumorientierung – als Konzepte gemeinsamer Arbeit in den Handlungsfeldern von Kirche, Diakonie und anderen lokalen Akteuren.

Struktur

Die Arbeitsstelle hat ihren Sitz in Berlin und wird durch ein Kuratorium aus Mitgliedern der drei Organisationen Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Diakonie Deutschland und Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) geleitet. Sie besteht aus einem Direktor und elf Referenten.

Veröffentlichungen

  • 2020: Gottesdienst erleben. Der Back to Church Sunday in Deutschland. Hrsg. von Juliane Kleemann und Hans-Hermann Pompe.
  • 2019: Atlas neue Gemeindeformen. Vielfalt von Kirche wird sichtbar. Hrsg. von Erhard Berneburg und Daniel Hörsch. [9][10]
  • 2019: Gemeinden geistlich begleiten. Kompendium. Hrsg. von Juliane Kleemann und Hans-Hermann Pompe.
  • 2019: Resonanz. Sehnsuchtsort für Theologie und kirchliche Praxis. Hrsg. von Daniel Hörsch und Hans-Hermann Pompe.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kirche will missionarische Arbeit besser vernetzen. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  2. Klaus Douglass neuer Leiter von kirchlicher Zukunftswerkstatt midi. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  3. Kurse zum Glauben :: Kurse zum Glauben. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  4. FRESH X. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  5. Evangelischer Pressedienst (epd): "Atlas neue Gemeindeformen" macht Vielfalt von Kirche sichtbar | Sonntagsblatt - 360 Grad evangelisch. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  6. Was hat die EKD-Synode 2019 eigentlich beschlossen? Abgerufen am 5. Februar 2020.
  7. https://www.ekd.de/neue-evangelische-arbeitsstelle-mission-und-profilbildung-41593.htm
  8. https://evang.at/wp-content/uploads/2015/07/131231_OKR_D13_Literatur_Diakonie-Postitionspapier-Gemeinwesen.pdf
  9. https://www.diakonie.de/broschueren/atlas-neue-gemeindeformen
  10. https://www.sonntagsblatt.de/artikel/medien/atlas-neue-gemeindeformen-macht-vielfalt-von-kirche-sichtbar
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