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Nikola Ereignisdenkmal

Ereignisdenkmal an der Donau in St. Nikola an der Donau zur Erinnerung an die Sprengung der Ruine Hausstein (1854).

Ein Ereignisdenkmal ist ein Denkmal mit dem Bezug auf auf historische Ereignisse, die für die nationale Identität von Gemeinschaft stiftender Bedeutung sind. Im 19. Jahrhundert gaben die Befreiungskriege den Ausschlag für die Schaffung des ersten deutschen Nationaldenkmals in Gestalt der Walhalla. An zahlreichen weiteren Orten Deutschlands erinnern seither Denkmäler an den Sieg über Napoleon.

Im Mittelalter erbaute man auf den Schlachtfeldern Gedächtniskirchen zu Ehren der Gottesmutter Maria oder des Heiligen, auf dessen Jahrestag der Sieg fiel. Mit der Battle Abbey erinnerte Wilhelm der Eroberer an seinen Sieg auf dem Schlachtfeld von Hastings. Die Schlachtkapelle Sempach an der Stelle, wo Leopold III. 1368 in der Schlacht von Sempach fiel, errichtete Kapelle erinnert mit Wandgemälden an die Geschehnisse. Auf dem Schlachtfeld von Lützen, wo der schwedische König Gustav Adolf 1632 fiel, wurde im 20. Jahrhundert eine Gedächtniskirche sowie eine Gedenkstätte errichtet.

Siegeskirchen und andere -denkmäler wurden auch an anderer Stelle errichtet. So geht der Merseburger Dom auf eine Stiftung Ottos des Großen anlässlich seines Sieges in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 zurück.

An in den Türkenkriegen errungene Siege erinnern verschiedene Türkentore.

Neben militärischen Ereignissen widmen sich Ereignisdenkmäler auch weiteren Ereignissen wie Katastrophen, an Rettung aus Epidemien erinnerte man mit der Errichtung von Pestsäulen, mit dem Hamburger Denkmal für die Flut von 1771, an die Dubliner Hungersnot mit dem 1997 errichteten Famine Monument, oder an den Londoner Stadtbrand Monument (London).

An nationalpolitische Ereignisse erinnerten des weiteren Abstimmungsdenkmäler in Allenstein oder Marienburg.

Ereignisdenkmale widmen sich darüber hinaus technischen oder industriellen Ereignissen oder Leistungen, wie das Eisenbahndenkmal oder das an die Gründung des Weltpostvereins erinnernde Weltpost-Denkmal.

Literatur

  • Volker Plagemann, Denkmäler und Brunnen in Hamburg. Flut 1771 bis Feldzug 1870/71. Hamburg 1973. Habil. masch. 659 S. m. Abb.band.

Weblinks

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