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Eduard Schleiff (* 13. Juli 1837 in Havelberg; † 18. September 1910 in Halberstadt) war ein deutscher Theologe.

Leben

Schleiff studierte Evangelische Theologie in Halle (Saale) und Berlin, war von 1864 bis 1865 Konrektor in Gardelegen, von 1865 bis 1874 Pfarrer in Breitenfeld, von 1874 bis 1881 Pfarrer in Oebisfelde und von 1881 bis zu seiner Emerietierung 1901 Pfarrer in Eilsdorf am Huy. Dort leitete er auch eine Schule zur Erlangung der mittleren Reife und der Zugangsberechtigung zur Universität.

Deutsch-japanische Beziehungen

Auf Bitte der japanischen Regierung nahm er im Laufe seiner Eilsdorfer Zeit insgesamt neun adlige japanische Jungen im Alter von ungefähr 13 Jahren bei sich auf, um sie auf das Studium in Deutschland vorzubereiten: Yozitsumu Arima (*07.10.1870 in Kurume), Sohn des Grafen Yorishige Arima und seiner Frau Shoko, geb. Arisugawa, in Tokio; Takeshiro Date; Mayrsom Imaya, der später als Zeremonienmeister der japanischen Regierung an der Krönung des letzten Zaren in Moskau teilnahm; Danoske Inowe; Hirokuni (Yukichi) Ito, den Sohn des Premierministers Hirobumi Ito, welcher 1909 in Harbin ermordet wurde; Shiro Kobayakawa (*11.09.1871 in Yamagushi), Sohn des Prinzen Motonori Mori und seiner Frau Yasu in Tokio; Eitaro Kommatzu; Sansiuro Nomura, Sohn des Marineoffiziers Sadanoba Nomura und seiner Frau Yarico. Eduard Schleiff wurde für seine Verdienste am 18. März 1901 mit dem Roten Adlerorden IV.Klasse geehrt.

Literatur

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