FANDOM


Diplomero ist ein Marktplatz für Online Learning, auf welchem Dozenten und Experten qualifizierte Online-Kurse anbieten können. Die für die Videoaufnahmen eingesetzte, hauseigene Software erlaubt die dynamische Verbindung von separaten Bild- und Tonsignalen (z.B. Camcorder und Desktop-Bereich) zu einem Video, ohne dass eine Postproduktion nötig wird.

Hintergrund

Diplomero wurde gegründet, um die „digitale Bildungsrevolution“ voranzutreiben. Die unter anderem aus dem Hochschulumfeld stammenden Gründer vertreten die Ansicht, dass Online Learning immer noch deutlich zu wenig Beachtung findet, obwohl die Vorteile des Internets[1] nicht von der Hand zu weisen seien. Als solche werden Zeit- und Ortsunabhängigkeit genannt, welche verglichen mit Präsenzunterricht eine höhere Selbständigkeit erlauben sollen. Zusammen mit der Kürze der Lektionen (5-8 Minuten) würde eine kosteneffiziente Entsprechung des individuellen Wissensstandes begünstigt[2]. In diesem Sinne spricht das Unternehmen nicht von Online Learning, sondern von Online Education. Darunter verstehen sie eine stärker strukturierte, in einem umfassenden Kurs geschlossene Lernerfahrung[3].

Konzept

Zentrum aller Kurse bilden Videolektionen von jeweils 5-8 Minuten Länge. Mit Hilfe einer unternehmenseigenen Software können beliebige Programme und Medieninhalte dynamisch und in Echtzeit mit der „Dozentenansicht“ zu einem einzelnen Videostrom verbunden werden. Es ist also keine Postproduktion (Schnitt, Vertonung, usw.) nötig, so dass die Kursproduktion nicht länger als die eigentliche Präsentation dauert. Die Videolektionen werden ergänzt durch herunterladbare Dateien wie Grundlagentexte, Foliensätze oder Vorlagen. Zusätzlich wird das in den Videolektionen vermittelte Wissen in Quizzes vertieft. Dafür stehen zurzeit 8 Fragearten zur Verfügung[4].

Medienberichterstattung

Innerhalb der Schweiz wurde das Unternehmen erstmals einem breiten Publikum bekannt, als verlautbart wurde, dass der Hochbegabte Maximilian Janisch einen Nachhilfekurs für Mathematik anbietet[5]. Der erst 10-jährige hatte sich im Sommer 2013 erfolglos für ein Studium an der ETH Zürich beworben und wurde später zu einem speziellen Förderprogramm der Universität Zürich zugelassen[6].

In Fachkreisen erlangte das Unternehmen bereits mit dem provokant formulierten White Paper „Bildung darf nicht gratis sein – Weshalb MOOCs die Bildungslandschaft NICHT revolutionieren werden“ Aufsehen. Darin verlautbarte Diplomero die These, dass MOOCs nicht das eigentliche Problem lösen, nämlich die Qualität der Lehre zu verbessern, sondern Hochschulwissen kostenlos verfügbar machen und damit langfristig die entsprechenden Institute in Gefahr zu bringen drohen. Viel wertvoller für die Gesellschaft seien langfristig dagegen Investitionen in die institutionelle Infrastruktur für zeitgemässes Online Learning[7].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [http://homepage.univie.ac.at/birgit.stetina/flskryspin/archiv/vornach.htm
  2. Das Wissensmanagement revolutionieren, kmuRUNDSCHAU. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  3. Online Learning? E-Learning? Eine Begriffsentwirrung, Diplomero Blog. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  4. Wer sind wir?, YouTube-Account von Diplomero. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  5. Zehnjähriges Mathe-Genie gibt Online-Nachhilfestunden, NZZ. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  6. Wunderkind (10) gibt seine erste Mathestunde, 20minuten. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  7. Wieso MOOCs das Bildungssystem nicht revolutionieren werden, Diplomero Blog. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.