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Christian Hardinghaus (* 23. April 1978 in Osnabrück) ist ein deutscher Historiker, Medienwissenschaftler, Fachjournalist und Schriftsteller.[1] Wissenschaftlich hat er sich auf die Gebiete Vorurteilsforschung, Propagandaforschung, Manipulation und Verschwörungstheorien spezialisiert. Als Journalist widmet er sich historischen, psychologischen und pädagogischen Themen. An Schulen und Universitäten hält er Vorträge im Bereich Medienerziehung. Christian Hardinghaus ist Autor verschiedener Sach- und Fachbücher und hat auch belletristisch veröffentlicht.

Akademische Laufbahn

Christian Hardinghaus absolvierte 1998 sein Abitur an der Angelaschule Osnabrück. Nach seinem 2007 abgeschlossenem Magisterstudiengang der Geschichte, Medienwissenschaften und Literaturwissenschaften an der Universität Osnabrück promovierte er in den Fächern Geschichte, Medien und Sozialpsychologie. 2011 schloss er an der Universität Osnabrück mit seiner Dissertation "Der ewige Jude und die Generation Facebook. Antisemitische NS-Propaganda und Vorurteile in sozialen Netzwerken" ab.

Seit 2002 ist Hardinghaus als Journalist tätig und publizierte unter anderem für die Neue Osnabrücker Zeitung, Gala, Psychologie Heute, P.M. Perspektive und für sämtliche BIZ-Medien der Bundesagentur für Arbeit. 2010 absolvierte er eine akademische Weiterbildung zum Fachjournalist an der Freien Journalistenschule.

Leistungen

In einer Antisemitismus-Studie untersuchte Christian Hardinghaus 1200 User der sozialen Netzwerke studiVZ auf mögliche antisemitische Einstellungen. Nach deren Ergebnissen gab die Hälfte der Befragten an, Juden würden zu viel Wirbel um ihre Vergangenheit im "Dritten Reich" machen. 20 Prozent gaben an, dass Juden eine Mitschuld an ihrer Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus hatten und rund 30 Prozent waren der Meinung, Juden unterschieden sich charakterlich von anderen Menschen. Dabei gaben 50 Prozent schlechte Eigenschaften wie Geiz, Gier oder Geldgier an. In dieser Studie zeigte Christian Hardinghaus auf, wie einfach es ist, antisemitische und extremistische Propaganda in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Im Rahmen eines Stipendiums des Studiengangs Wissenschaftsjournalismus an der Technischen Universität Dortmund führte Christian Hardinghaus 2011 zum zehnjährigen Gedenktag der Terroranschläge vom 11. September 2001 eine Studie unter Deutschen durch, um die Verbreitung von Verschwörungstheorien um den 11. September 2001 zu analysieren. Dieser nach waren sich 56 Prozent der Befragten sicher, dass die Anschläge nicht ohne Wissen der US-Regierung stattgefunden haben können. 30 Prozent sind der Überzeugung, die Terrorakte seien durch Unterstützung amerikanischer Regierungskreise ausgeübt worden. Noch 20 Prozent glauben, dass die USA direkter Auftraggeber war.

Werke

  • Filmpropaganda für den Holocaust?: Eine Studie anhand der Hetzfilme „Der ewige Jude“ und „Jud Süß. Tectum Verlag, Marburg 2008. ISBN 978-3828896024.[2]
  • Der ewige Jude und die Generation Facebook: Antisemitische NS-Propaganda und Vorurteile in sozialen Netzwerken. Tectum Verlag, Marburg 2012. ISBN 978-3828829367.
  • Mulholland Drive: Die Entschlüsselung. David Lynch und seine "Straße der Finsternis" verstehen. Grin&Movie, München 2013. ISBN 978-3656427575.
  • Mindfuck Stories. Durchgedrehte Kurzgeschichten. PRovoke Media, Berlin/Osnabrück 2014. ISBN 978-3981640908.[3]

Interviews und Rezeptionen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kurzbiografie abg. am 7. Juli 2014
  2. Filmpropaganda für den Holocaust? abg. am 7. Juli 2014
  3. Mindfuck Stories abg. am 7. Juli 2014



Fairytale kdmconfig Profil: Hardinghaus, Christian
Beruf deutscher Historiker, Medienwissenschaftler, Journalist und Autor
Persönliche Daten
Geburtsdatum 23. April 1978
Geburtsort Osnabrück
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