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Carl Amenda (* 4. Oktober 1771 in Lippaiken; † 8. März 1836 in Talsen) war ein deutsch-baltischer Theologe und Geiger und einer der wichtigsten und bekanntesten Freunde von Ludwig van Beethoven.

Leben

Amenda besuchte das Gymnasium in Mitau und studierte von 1792 bis 1795 Theologie in Jena. Danach war er auf Reisen mit Stationen in Lausanne, Frankfurt am Main und Konstanz. Im Frühjahr 1798 traf er in Wien ein, wo er sich bis zum Juli/August 1799 aufhielt. Er war dort Vorleser bei dem Fürsten Joseph Lobkowitz. Anschließend kehrte er über Riga in seine Heimat zurück. Von 1800 bis 1801 war er Hofmeister in Wirben und heiratete im Sommer 1802 Jeanette Benoit. Ab 1802 war er Pastor in Talsen, ab 1821 Propst der Diözese Kandau und wurde 1830 zum Konsistorialrat ernannt.

Freundschaft mit Beethoven

Amenda wurde während seines Wiener Aufenthalts einer der engsten Freunde von Beethoven, der ihm am 25. Juni 1799 die Originalfassung seines Streichquartetts F-Dur op. 18 Nr. 1 „als ein Denkmal“ seiner „Freundschaft“ widmete.

Beide blieben auch später in Verbindung und schrieben einander zahlreiche Briefe. In seinem Brief vom 1. Juli 1801 gestand Beethoven Amenda als Erstem vom seiner beginnenden Ertaubung.[1] Amenda beschrieb seine Freundschaft mit Beethoven am 15. Januar 1806 in einem Brief an den gemeinsamen Freund Andreas Streicher mit den Worten: „Diesem Menschen hätte ich mein ganzes Leben widmen mögen“.[2]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ludwig van Beethoven, Briefwechsel, Band 1, hrsg. von Sieghard Brandenburg, München 1996, S. 84–86
  2. Kopitz/Cadenbach (2009), S. 7f
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