Fandom


Brandenburg, Land im NO Dtl.s, 29.477 km², 2,601 Mio. Ew.; Hptst. Potsdam. B. umfasst die Hauptteile des Spree- und Havelgebiets und Teile der linken unteren Oderniederung. Waldreiche Landschaft; Seen, viele Flussläufe, dichtes Kanalnetz. Acker-, Gemüse- (Spreewald), Obstbau (um Werder/Havel); in Flussniederungen Grünlandnutzung. Braunkohlenabbau und -verstromung in der Niederlausitz, vielseitige Industrie, besonders im Umland von Berlin. Nach der Völkerwanderung von Slawen (u. a. Liutizen) besiedelt. Nach gescheiterten fränk. bzw. ostfränk.-dt. Eroberungen wurde 1134 der Askanier Albrecht der Bär mit der »Nordmark« belehnt; er erschloss das Land der dt. Ostsiedlung und der Christianisierung und nannte sich seit 1157 Markgraf von B. Die Markgrafen stiegen im 13. Jh. in den Kreis der Kurfürsten auf. 1323 kam die Mark B. (auch die Mark gen.) an die Wittelsbacher, 1373 an die Luxemburger, 1411/17 an die Hohenzollern. 1539 Einführung der Reformation; 1614 Erwerb des Herzogtums Kleve und der Grafschaften Mark und Ravensberg, 1618 des Herzogtums Preußen (als poln. Lehen). Eigentl. Begründer des brandenburg.-preuß. Staates war Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640–88; Preußen). 1945 um die Gebiete östl. der Oder (Neumark) verkleinert, wurde das Land B. 1952 in die DDR-Bezirke Potsdam, Frankfurt und Cottbus geteilt und 1990 wieder errichtet. 1996 scheiterte eine Zusammenlegung mit Berlin in einer Volksabstimmung.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.