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Die Eisenbahnstrecke Budapest–Belgrad ist eine wichtige internationale Bahnverbindung zwischen Mittel- und Südosteuropa. Sie verbindet den wichtigsten internationalen Bahnhof in Budapest, den Bahnhof Budapest Keleti, mit der ebenfalls an der Donau gelegenen serbischen Großstadt Belgrad.

Geschichte

Orient-Express

Die Strecke Budapest-Belgrad wurde auch vom weltbekannten Orient-Express genutzt. Der Orient-Express verkehrte erstmals am 5. Juni 1883. Er verband Paris mit Konstantinopel.

Hellas-Express

Diese Teilstrecke war auch in Verwendung des Hellas-Express, der erstmals ab 1963 Dortmund- und ab 1989 München mit Athen verband. Ab 1991 fuhren ungarische Triebwagen unter dem Namen "Hellas-Express" zwischen Budapest und Athen. Nach einer kurzen Aussetzung des Hellas-Express auf Grund der Jugoslawienkriege, war der Hellas-Express noch bis 2008 unterwegs und wurde dann eingestellt. Ab Belgrad wird heutzutage nur mehr eine Verbindung nach Thessaloniki angeboten.

Streckenbeschreibung

Geographie und Landschaft

Die Strecke Budapest–Belgrad durchquert hauptsächlich das Komitat Bács-Kiskun und die serbische Provinz Vojvodina. Die Landschaft ist von ewigen Feldern, schnurgeraden Straßen und unendlichen Weiten geprägt.[1]

Streckenzustand

Auf Grund von fehlenden finanziellen Mitteln und langjährigen fehlenden Investitionen ist die Strecke Budapest–Belgrad in einem äußerst schlechten Zustand, sowohl im Bereich der Magyar Államvasutak als auch im Bereich der Železnice Srbije.

Modernisierung

Die veraltete Bahnverbindung zwischen Belgrad und Budapest wird von chinesischen Firmen modernisiert. Ab Mitte 2017 sollen auf der 350 Kilometer langen Strecke Hochgeschwindigkeitszüge verkehren, welche die Distanz in 2,4 Stunden zurücklegen werden. Derzeit werden dafür noch acht Stunden gebraucht.

Das 1,5-Milliarden-Euro-Projekt soll von chinesischen Firmen umgesetzt werden. Für die Errichtung der 188 Bahn-Kilometer durch Serbien, wofür 885 Mio. Euro veranschlagt werden, stehen die Finanzmittel teilweise, nämlich in Höhe von 370 Millionen Euro, auf Grund eines russischen Kredits bereits zur Verfügung.

Früheren Ankündigungen zufolge sollten bis Mitte 2015 die Durchführbarkeitsstudien sowie konkrete Baupläne für die Bahnstrecke vorliegen, damit gleich danach mit den Bauarbeiten gestartet werden könne.[2]

Einzelnachweise

  1. http://diepresse.com/home/panorama/donautour/1382721/Vojvodina_Eigensinnige-Provinz-an-der-Donau
  2. http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4621451/Chinesen-modernisieren-Bahnverbindung-BelgradBudapest
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