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Der Begriff Augenhöhe findet in sozialen und kommunikativen Zusammenhängen Verwendung.

Sozial-psychologischer Kontext

Menschen unterscheiden sich auf Grund ihrer Körpergröße, was auf der nonverbalen Ebene der Kommunikation zu einer physischen Ungleichheit von Gesprächspartnern führt (s. auch Proxemik). Dieses wird als Bild genommen für den Wunsch, in Gesprächen und gegenseitigem Verhältnis einander „auf gleicher Augenhöhe“ zu begegnen, das heißt, dass Interaktionspartner einander ebenbürtig seien, sich mit gleichem grundsätzlichen Respekt begegnen - auch bei etwaigen Unterschieden hinsichtlich der Hierarchie oder individueller Stärke. Dieser Anspruch existiert in vielfältigen Lebenszusammenhängen (z.B. Arbeitswelt („flache Hierarchie”), insbesondere aber auch in therapeutischen oder pädagogischen Settings.

Beispiele:

  • Erwachsene kauern sich oft intuitiv zu Kindern nieder.
  • Die FDP möchte mit der CDU „auf Augenhöhe“[1] verhandeln.
  • Der mündige Patient steht dem Arzt „auf Augenhöhe“[2] gegenüber.

Auf der anderen Seite versuchen Interaktionspartner unter der Annahme, dass der Höhenunterschied im Gespräch eine Wirkung habe, die „Augenhöhe” künstlich zu vergrößern, beispielsweise durch ein Rednerpodest, durch Schuhe mit hohen Absätzen oder einen etwas höheren Stuhl als der des Gesprächspartners.

Weblinks

Wiktsister en Wiktionary: Augenhöhe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

Einzelnachweise

  1. FDP will „auf Augenhöhe“ mitentscheiden, FAZ 6. Oktober 2009
  2. Mündiger Patient (PDF; 2,6 MB) Senioren-Nachrichten, BAGSO 1/2008
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