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Aquasar ist der Name eines Pilotprojekts zur Kühlung von Computern mittels warmen Wassers. Das Projekt wird durch IBM in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH) durchführt. Der erste Supercomputer mit diesem Kühlsystem wurde am 6. Mai 2010 in Betrieb genommen.[1] Im Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München wird mit dem SuperMUC ein weiteres System basierend auf Aquasar betrieben. Der SuperMUC ist der aktuell schnellste Supercomputer Europas (Stand Juni 2012).[2]

Ziel ist es, die Computer von Rechenzentren mit Wasser zu kühlen und die dadurch zurückgewonnene Wärmeenergie zum Heizen von Gebäuden oder gar zur Energierückgewinnung zu nutzen.

Um die abgegebene Wärmeenergie optimal zum Beheizen der Gebäude nutzen zu können, hat das Wasser zur Kühlung der CPUs bereits eine Temperatur von +60 °C. Die Energie zum Aufheizen des Wassers erfolgt ebenfalls über den Kühlprozess. Die ausreichende Kühlung des Rechners ist mit dieser Temperatur bei einer zulässigen maximalen Prozessortemperatur von +85 °C trotzdem gewährleistet.

Durch diese Anlage soll der Stromverbrauch des Rechenzentrums um bis zu 40 Prozent und die CO2-Bilanz um bis zu 85 Prozent gesenkt werden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ETH Medienmitteilung 6. Mai 2010: Aquasar ist in Betrieb
  2. IBM Medienmitteilung 18. Juni 2012: Warmwassergekühlter SuperMUC ist Europas schnellster Supercomputer
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