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Der Annaberger Faltstern (nach seinem Erfinder Karl Friedrich auch Friedrich-Stern genannt) ist ein beleuchteter Weihnachtsstern aus Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Der Faltstern wird seit 1924 produziert.

Geschichte

Neben dem bekannten Herrnhuter Stern aus der Oberlausitz werden auch im Erzgebirge Adventssterne gefertigt.

Benannt ist der Stern nach dem Herstellungsort Annaberg im Erzgebirge. Dort wird der Stern seit 1924 in Handarbeit gefertigt. Damals konstruierte der Kartonagenfabrikant Karl Friedrich einen faltbaren Adventsstern aus Papier, der bald als "Friedrich-Stern" über das Erzgebirge hinaus bekannt wurde. Seit 1926 ist der Stern patentrechtlich geschützt.[1] Die Lizenz für den Stern mit den 18 Zacken erwarb die Buchbinderei Kraft, die den Stern auch heute noch in Handarbeit herstellt. Das Grundmaterial ist lackiertes 130-170 Gramm schweres Papier. Der Papierstern wird so zusammengefaltet, dass er in eine flache Schachtel passt, in der er in den Handel gelangt. Mit einem Handgriff wird er zum räumlichen Objekt aufgefaltet.[2] Schon von Beginn an wurde der Annaberger Faltstern in verschiedenen Größen, Farben und Formen hergestellt. Die flachere Variante, der Erzgebirgische Fensterstern, findet Platz an Wänden und in Fensternischen. Die dreidimensionalen Annaberger Faltsterne werden hingegen zumeist als Deckenbeleuchtung mitten im Raum angebracht.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Annaberger Faltsterne bei art+form
  2. Verena Huber: Ein Sternzeichen zur Vorweihnachtszeit: Der Annaberger Faltstern, in: Raum und Wohnen 11/2013.
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