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Almax
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Mariano Comense
Mitarbeiter 150
Branche Mode
Website www.almax-italy.com

Almax ist ein italienischer Hersteller von Schaufensterpuppen und sogenannten Display-Artikeln. Das Unternehmen beschäftigt ca 150 Mitarbeiter (Stand 2012)[1]. Die Firma wurde in den 1970er Jahren gegründet. Bei der Entwicklung der Puppen arbeiten Künstler, Fachleute und Techniker zusammen. Im Laufe der Firmengeschichte wurden rund 800 Original-Schaufensterfiguren erfunden und geplant.

Produkte

Neben Schaufensterpuppen stellt Almax auch verschiedene Dekoartikel her: Frauen-, Männer- und Kinder-Büsten, sowie Halter für Schuhe, Handschuhe, Uhren oder Sonnenbrillen sowie Schmuck-Zubehör und weitere Halterungen.

In einer Serie ihrer Puppen verbaut die Firma eine Videocamera im Augenbereich. Die sogenannten EyeSee-Mannequin wird weltweit für rund 4000 Euro vertrieben. Almax verbaut das System Kee Square, ein "Spin-off" der Technischen Hochschule Mailand. Damit sollen Details über die Betrachter der Puppen gewonnen werden. In Kombination mit einer auswertenden Software kann das System Aussagen über Alter, Geschlecht, Ethnie der Betrachter machen und registrieren, wie lange Personen vor der jeweiligen Figur stehen bleiben.

Standorte

Almen hat seinen Hauptsitz in Mariano Comense und produziert außerdem in [5New York City]] und Shanghai. Außerdem besitzt das UnternehmenDependancen in Mailand, Paris, Stabio, Toronto, Mexico City und Sao Paulo.

Kontroverse in Deutschland um EyeSee-Mannequins

Nachdem 2012 bekannt wurde, dass verschiedene Mode-Ketten die Technik in Europa einsetzen, wiesen Datenschützer auf Probleme hin. Datenschutzrechtliche Bedenken hat Almax jedoch nicht. Peter Schaar, der damalige Bundesbeauftragte für Datenschutz, sagte der Frankfurter Rundschau 2012 „Den Einsatz derartiger Schaufensterpuppen halte ich rechtlich für mehr als zweifelhaft. Auch bei entsprechendem Hinweis wäre solch eine Überwachung kaum zu rechtfertigen.“[2] Schaar verwies auf weitere elektronische Systeme in den Läden: Zusammen mit der regulären Videoüberwachung, der Identifizierung beim elektronischen Bezahlen, dem aus der Kundenkarte bekannten Einkaufsverhalten und den aus evtuellen Funketiketten gewonnenen Erkenntnissen ließen mit den Videodaten detaillierte und personalisierte Kundenprofile anlegen.

Literatur

  • Markus Morgenroth: Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!: Die wahre Macht der Datensammler. Droemer (Digitalisat bei Google Books)
  • Patricia Mink Rath, Stefani Bay, Penny Gill, Richard Petrizzi: The Why of the Buy: Consumer Behavior and Fashion Marketing, Bloomsbury Publishing, 2014

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.almax-italy.com/de-DE/Storia/Profilo.aspx
  2. http://www.fr-online.de/wirtschaft/ueberwachung-durch-schaufensterpuppen-modeketten-spionieren-kunden-aus,1472780,20928050.html
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